146
Biene; sodann gibt er dem Kinde eine duftende Blrume indie Hand mit den Worten: Der Wohlgcruch d einerTugenden sei lieblicher als der dieser Bilume.Ist das Kind ein Mädchen, so fügt er noch bei: Mögestdu einst das Glück deinesGatten, die Freude undder Trost deiner Eltern sein; ist es aber ein Kncabe, sonimmt der Priester noch außerdem einen Eichen- oder Llorbeer-zweig und setzt an Stelle „das Glück deines GattcM" dieWorte: der Ruhm deines Vaterlandes. Zum «Schlüssewird ein Hymnus gesungen, in welchem es heißt:
Oisu von, ä'un erime iiiraAiuairskourrais - tu xuuir no8 enümts ?
Bei der Trauung sind die Brautleute mit Bändern undBlumenkränzen geschmückt, deren Ende von den ältestem Per-sonen ihrer Familien gehalten werden. Bei Beerdigungenprunken von Blättern umschattete Urnen und an den Gräbernwerden Leichenreden in antikem Geschmacke gehalten.
Außer anderen Festen feierten die Theophilantropen auchsolche für Sokrates und Rousseau, ein Fest der To-leranz und ein Fest der Wiederherstellung der Natur-religion. Letzteres feierten sie am dritten Pluviose desJahres VI (23. Januar 1797) im Siegestempel (ehemaligeSaint-Sulpicekirche).
Als die Priester in feierlichen Costümeu, an ihrer SpitzeLareveillbre-Lepaux, genannt der theophilantropischePapst, alle versammelt waren, traten fünf Familienvater unterder Absingung von Hymnen vor und trugen Banner mt fol-genden Aufschriften:
Ritual zuwider Johannistraubengelee an Stelle des Honigs anzu-wenden. Einer der Stifter begab sich nach Sens und sielte denGebrauch des Honigs wieder her, excommunicirte aber Nieni.nden."
1) „Gütiger Gott, wie könntest du für ein eingebildetes Vevrecheuunsere Kinder züchtigen wollen?"