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Bekenner dieser neuen Religion. Ei» gewisser Gillet, öffent-licher Ankläger zu Versailles, Gehülfe Challau's und gewesenesMitglied der Legislative, veranlaßte und leitete in der ge-nannten Stadt die Versammlungen in der Kapelle desSchlosses. Ein Glasmaler ward ihr Gründer zu Andresy,unweit Versailles; bald bekannten sich auch Choisy-sur-Seineund Montreuil zu demselben Cultus.

Im Jahre 1797 stiftete ihn ein Priester mit Namen Latapyin Bordeaux in der Kirche Saint-Eloi. Von dort drang erweiter nach Bernay, Soissons, Poitiers, Chülons-für-Marne,Coliguy, in das Departement de l'Ai» nach Clamecy, in dasDepartement der Niovre und selbst nach Lüttich in Belgien.

Zu Bourges ward die erste Sitzung der Theophilantropenam 29. Februar 1798 von einem gewissen Trotticr in derKathedrale feierlich eröffnet; derselbe stand mit einem weißenGürtel und blauen Blumen geschmückt, vor einem dreieckigenAltar, auf welchem ein Orangenbaum und verschiedene Blumen-vasen prangten. Auf Trotticr, der die Eröffnungsrede hielt,folgte Heurtaut-Lamerville, gewesenes Mitglied der Con-stituante. Er declamirte über die Existenz des höchsten Wesensund hob Antoninus und Marcns Aurelius in den Himmel.

Ihren Cultus an den des Conventes anlehnend, feiertendie Theophilantropen sofort nach ihrer Niederlassung in Bourgesdas officielle Fest der Ehegatten. Auf einen dreieckigenAltar setzten sie zwei Taube», Symbole der ehelichen Liebe,nieder; diese waren im feierlichen Zuge auf denSchultern zu dem Altare des Vaterlandes ge-tragen worden. Bei dem Feste zu Versailles hängten dreiOfficiere der Mnnicipalgarde, von Trommlern begleitet, Blumen-kränze an den Thüren einiger Greise auf.

Im Departement de lHonne fand die Theophilantropiedie größte Verbreitung und längste Dauer. Sie bemächtigtesich rasch der Gemeinden Coulanges-la-Viueuse, Travant,Samt«Element und Griselles-le-Bocage, nirgends aber fandsie einen so großen Erfolg als in den Städten Auxerre und