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Sens. Das Haupt der Sccte ward in letzterer Stadt eingewisser Benolt Lamothe, der am 10. Florval des Jahres XIin dem Tempel der Vernunft über die Naturreligion und dieVerehrung der Göttin mit Fleisch und Knochen perorirt hatte.Er gründete die neue Religion in dem Gotteshause des ehe-maligen großen Seminars und es gelang ihm, durch seineReden wie durch seine Schriften derselben eine große Anzahlvon Jüngern zu werben.

Die Theophilantropen faßten die weitaussehendsten Pläne.Ihre Sendlinge durchzogen die Schweiz, Italien und Piemontund träumte» von der Rückkehr ganz Europas zum wahrenCultus der Natur. In letzterem Lande veröffentlichte einerihrer Apostel, der Priester Morardo, früheres Mitglied desPlaristenordens, ein Werk unter dem Titel: Freimüthigek Gedanken über den religiösen Cultus und seines Diener. In diesem Machwerke preist er Julian den Apostatenund schimpft auf die Stifter der verschiedenen geistlichen Orden;wolle man den Gesang, den Cölibat, die geistliche Kleidungund die Beichtstühle verschwinden lassen, so müsse man diefanatischen Priester in die entlegensten Länder verweisen unds ein von Philosophen gebildetes und mit der Säuberungs der Bibliotheken beauftragtes Comite müsse alle dem ge-l funden Verstände, das heißt der Philantropie, der ein-zigen Religion, die den Bedürfnissen des Menschengeschlechtesentspreche, widerstreitenden Bücher verbrennenlassen.

Bei dem Auftreten dieser neuen Gestalt des religiösenPaganismus hatte Barras zu ihrem Hohenpriester Lareveilleregesagt: Wenn du willst, daß deine Religion Wurzelschlagen soll, so mußt du dich nach dem BeispieleJesu vor allen Dingen aufhängen lassen. Laro-veillore wollte von einem solchen Rathe Nichts wissen undnachdem er vielen Lärm gemacht und hinreichenden Erfolgerrungen hatte, um die intellectuelle Unmündigkeit dieser Zeit-periode unwiderruflich festzustellen, begann die Philantropie