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allmälig wieder an Bedeutung nnd Einfluß zu verlieren. DerEifer erkaltete so rasch und vollständig, daß im Jahre VIIIdie Theophilantropen in Paris sich auf folgende vier Tempelbeschränkt sahen: anf den Tempel der Dankbarkeit (Saint-Germain l'Auxerrois), den Tempel Hymens (Saint-Nicolasdes Champs), den Tempel des Sieges (Saint-Sulpice) undden Tempel der Jugend (Saint-Gervais).

Am 12. Vendsmiaire des Jahres X (4. October 1801)endlich faßten die Consuln den Beschluß, daß die Theophilan-tropen sich nicht mehr in den der Nation zustehenden Gebäudensollten versammeln dürfen. Einige fruchtlose Reclamationenwaren das letzte Lebenszeichen, das diese hinsterbende Religionvon sich gab. 0

Die Theophilantropie hatte sechs Jahre gedauert. So salldsich am Schlüsse des achtzehnten Jahrhunderts zu Paris, derMetropole der Intelligenz, der Hauptstadt des allerchristlichstenKönigreiches« bei einer dreihundert Jahre lang ausschließlichvon dem Klerus geleiteten Erziehung eine Generation vonSchriftgelehrten, welche in einem Zeitraum von sechs Jahrenmit der Moral des Sokrates ein öffentliches Geschäft trieb,die Feueraubetung und die Opfer für die oberen und unterenGötter wiederhergestellt und ihre Tempel, ihre Priester, ihreLiturgien, ihre Missionäre hatte und zudem noch den Schutzder Regierung genoß. Das ist eine Thatsache, welche dieGeschichte bereichert hat und zu Gunsten der heidnischenPädagogik einregistrirt werden muß.

1) Ebendas. S. 250.