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[1. Band.]
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zur Rechten erblickt man die Freiheit, auf dem Haupte diephrygische Mütze, sich stützend auf eine Keule und in derHand die zerbrochenen Fesseln tragend; die Gleichheit, mitRanken und Trauben des Weinstockes gekrönt und in der Handdie Wasserwage; die Brüderlichkeit, die eine Hand aus-streckend und die andere an ihre Brust drückend."

In Betreff der Nacktheit und des Berletzenden der Formengleichen diese Göttinnen vollkommen ihren heidnischen Modellen.Die Aufschriften sind nicht weniger heidnisch: Die Naturzum Princip und das Gesetz zum Schutz. — DieNation regiert. — Das Volk ist souverän, seineBevollmächtigten handeln in seinem Namen.

„Mitten auf dem Marsfelde erscheint auf einem sehr hohenPiedestale die colossale Bildsäule der Republik. Diese Statuedes Herrn Clesinger trägt auf dem Haupte die phrygische Mützeund ist in antiker Weise drapirt; in der Linken trägtsie Eichenkronen und legt sie auf ihren Altar; in der Rechtenwägt sie ein Schwert und einen Olivenzweig, als biete sie derWelt den Krieg oder den Friede». Eines der Wunder desMarsfeldes bildete der antike Circus, in welchem dreißig-tausend Zuschauer Platz finde» sollten. (Leider ward er nurin den armseligen Proportionen eines Amphitheaters aus-geführt.)

„Nichtsdestoweniger war das Fest ein schönes. Der Himmelwar rein und hell und die Sonne hatte ihre Pracht mit derder Erde verbinden und dem großen Lever unserer Re-publik beiwohnen wollen. Man sehe die Tausende von Köpfen,die Wälder von Bajonnetten, die funkelnden Reiter, die Pro-cesflonen der Arbeiter, den Mosaik der eleganten Toiletten,man denke sich den Sturm der Beifallrufe, die rauschendenFanfaren und das Rollen der Trommeln und die Illusion isteine vollkommene. An Stelle der grandiosen Majestät derrömischen Ceremonien trat die volkstümliche Freiheit.

„Da ist zuerst die Trophäe der Umrodungsma-schine, von zwölf stolzen Arbeitspferden gezogen und mit den