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schönen Werke und der edlen Handlungen der Heiden sich nichtzu demselben Grade der Größe und Tugend zu erschwingenvermögen! Uebrigens ist Herr Lacour nur der aufrichtigeSohn seiner Collegialbildung. Hat ein Wiedergeborener nichtgeschrieben: „Der Polytheismus ist die Wiege jeglicher Re-ligion — er gefällt zumal der Religion der Fähigkeiten desMenschen, welche sich zuerst entwickelt, der Gefühlsempfäng-lichkeit, er dient der Entwicklung des Naturtriebes .... erbelebt die Talente und erzeugt die heldenmüthige» Tu-genden; man wird Künstler oder Held durch die Anfeuerungdes Polytheismus." ')
Ein Jeder, der die heldenmüthige« Tugenden anstrebt,ein Jeder, der sich einen Namen in den Künsten oder im Kriegeerwerben will, muß wieder ein Polytheist werden. Jede Nation,die aus dem Zustande der Unwissenheit und der Barbareiheraustreten und sich zur Moralität, Einsicht und Civilisationerschwingen will, muß dasselbe Mittel ergreifen.
„In Betreff der Wissenschaften," fährt der Berfasser fort,„ist es gewiß, daß der Geist der monotheistischenGesellschaft die Welt in die Barbarei versetzt hat;da er die Wissenschaft der heidnischen Philosophen eine Thor-heit genannt hat, so muß man einzig und allein dem Einfalleder Barbaren den von den Künsten erlittenen Ver-lust und die Finsternisse des Mittelalters zu-schreiben. Die moderneWelt hat nicht eher einenFortschritt gemacht zur moralischen Vollkommen-heit und zur Entwickelung der Künste, als bis dieMenschen zum Behufe ihrer Aufklärung und Unter-richtung sich an die heidnischen Schriftsteller undan die unter de m Einfluss e des Polytheismusher-vorgetretenen Intelligenzen wandten/")
Dies erscheint als die innigste Ueberzeugung des Verfcssers;
1) Fab. d'Olivet: „Goldene Verse des Pythagoras." S. 365.
2) S. 44.