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also darf man zur Rettung der Gesellschaft anrufen, son-dern den Polytheismus; nicht nach dem Christenthums dürfendie neueren Völker streben, sondern nach dem Paganismus.

! „Man irrt also," sagt der Verfasser, „wenn man auf der> Autorität, auf dem Einflüsse und auf dem Geiste der Dogmendes absoluten Monotheismus als den Mitteln besteht, umheute dieMacht der religiösen Ideen u n d G e fü h l eneuzuschaffen. Der sociale Fortschritt und diemoralische Vervollkommnungsfähigkeit sind Fol-gerungen, die man unmöglich aus der absolutenEinheit herleiten kann. Hierfür spricht der Umstand,'daß die Künste und Wissenschaften, die Civilisation und In-dustrie bei den neueren Völkern erst von dem Augenblicke anweitere Fortschritte gemacht haben, als diese Völker sich vonder Sklaverei ihres Glaubens an den civilisirende» Einflußdieser absoluten Einheit allmälig zu befreien begannen. Trotzder Wissenschaft und der Beredsamkeit der im Polytheismusgeborenen oder durch das Studium der polytheisti-schen Schriftsteller gebildeten Kirchenvater bewirktedas theologische System von der absoluten Einheit einen Ueber-^ gang der alten Welt von der vorgerücktesten Civilisation zurBarbarei." ')

„Wenn die Gesellschaft zum Behufe ihrer Rettung wie-derum heidnisch wird, würde sie alsdann nicht wenigstens aufdie christliche Nächstenliebe und die von ihr gegründeten An-stalten jeglicher Art Verzicht zu leisten habe»? Keineswegs.Die Nächstenliebe gehört nicht dem Monotheismus; sie ist eineTochter des Paganismus Griechenlands und Roms. DieHospitäler," fährt der Sachwalter des klassischen Alterthumsweiter fort, „sind älter als das Christenthum. . .. Die heiligeund schöpferische Idee dieser Institutionen gehört dem Poly-theismus an. Die Griechen hatten an mehreren Orten

1) S. 53.