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öffentliche Gebäude gegründet, in welchen die Fremden Auf-nahme fanden. Die Römer ahmten dies Beispiel nach." ')

Alles war also im schönen Alterthume auf das Beste be-stellt; unglücklicherweise schaffte das Christenthum den Cultusdes Jupiter Hospes ab; in Folge dessen verschwanden dieHospitia oder Hospitalia. Da die Hospitalität derPrivatleute durch die Wirkung des Monotheismus und dessocialen Pauperismus der Christen ein Ende fand, so war eswohl nothwendig, daß die Regierungen die Erfüllung derPflichten, deren sich die Christen entledigten, entweder ge-zwungen oder aus Haß gegen den Jupiter Hospes übernahmen.Daher datirt die Gründung der Hospitäler. Diese erfordernungeheuere Summen; das wahre Mittel, Europa von dieserLast wiederum zu befreien, besteht in der Rückkehr zum Cultusdes Jupiter HoSpes.

In materieller und moralischer Hinsicht wäre durch dieseRückkehr Alles zu gewinnen. Dies erhellt aus folgender Dar-stellung der heidnischen Nächstenliebe, die Herr Lacour mitebenso großer Wvhlgefälligkeit als Leichtgläubigkeit entwirft.„Der von Herrn v. Chateaubriand der Mythologie gemachteVorwurf, daß sie keine Hospitäler gegründet habe, ist einAnachronismus. Die dem Zustande, i» welchem sie die Ge-sellschaft gefunden hatte, anklebende Sklaverei schloß dieallgemeine Armuth aus, aber hatte nicht die Mythologiein jeder Familie das rührendste Wohlthätigkeitsinstitut ge-gründet, da sie den häuslichen Heerd dem Jupiter Hospesweihte? Gab es wohl etwas Bewunderungswürdigeres ineiner Zeit, in welcher der Mensch so zu sagen auf der Erdeumherirrte, als eine Religion, die i» jedem Reisenden einezur Prüfung des menschlichen Herzens erschienene Gottheit er-blicken ließ?" .... 2 )

In Vergleichung des Christenthums mit dem PaganismuSvom Standpunkte der Künste, der Intelligenz, der Freiheit,

1) S. 60. - 2) S. 6l.