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Präsident gibt den Deputirten im Namen der französi-schen Republik den Bruderkuß.')

Bald wird die Freiheit Roms und Sparta's die GrenzenFrankreichs überschreiten, ihre Domänen besuchen und auf denFahnen der französischen Republik werden die benachbartenVölker das Decret der Revolution, welches sie auffordert, dieWohlthaten ihrer Herrschaft zu genießen, lesen: Freiheitoder Tod. r)

Es ist ein feststehender Grundsatz: Frankreich soll eineRepublik sein. Allein im Alterthume ist die republikanischeForm nicht überall dieselbe. Sollen wir Spartaner, Cretenser,Athenienser oder Römer sein? Diese wichtige Frage beschäftigtedie Gemüther sehr lebhaft, weil jeder seine Lieblingsrepublikals die für Frankreich besonders sich eignende angenommenwissen wollte. Die Spuren dieser heutzutage unglaublichenDebatten findet man nicht bloß in den Schriften und Tages-blättern dieser Zeitperiode, sondern auch in den langen Spaltendes „Moniteur", während der schönsten Jahre der Revolution.

Robespierre, dem sein Professor Horivaux den Beinamen„der Römer" gegeben hatte, setzte endlich, Dank den Be-mühungen seiner Anhänger und Mitschüler, Lebrun und CamilleDesmoulins, einen entschiedenen Vorzug für die republikanischeForm des antiken Roms durch. Das Bett des Prokrusteshatte er für Frankreich ersonnen und er trachtete aus allenKräften, es in dasselbe hinüberzuführen.

„Ich werde freilich gegen sehr Vieler Ansichten verstoßen,"sagte bei diesem Anlasse der revolutionäre Agent Tonart,„allein ich muß die Wahrheit sagen. Die Acten des in Parisbestehenden Jnsurrectionsausschusses lassen über die

1) Mvnit. ebenda).

2) Die Fahnen sotten dreifarbig sein und die Inschrift tragen: Frei-heit oder TodI Art. XXIX. der Constit.