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[1. Band.]
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von 23 Millionen Aufständischen, eine Nation von Soldaten,deren Weiber sich den Feldarbeiten widmen, ist unsterblich.

„Frankreich gleicht einer großen Waldung, die trotz derjährlichen Fällungen immer noch zum Nutzen des Menschen-geschlechtes besteht. Der von uns gegen die wildenThiere gesührteKrieg entvölkert die Weiden nicht, eben-sowenig entvölkert der Krieg der Tyrannen gegen die Menschendie Eine und untheilbare Republik. Die Bevölkerung vermehrtsich; unsere Mönche sind verschwunden und unserePriester dürfen sich verehelichen."')

Indessen konnten diese außerordentlichen Aushebungen oderRequisitionen nicht genügen. Man mußte sie permanent oderdoch wenigstens periodisch machen. Zur Erreichung diesesZweckes bedurfte es keiner besonderen Anstrengung. Manbrauchte die spartanischen Requisitionen nur zu einer festenInstitution zu machen. Dies konnte geschehen, wenn manallen Bürgern ohne Unterschied die Pflicht auferlegte, dasWaffenhandwerk zu betreiben. Das geschah auch wirklich. DieRevolution führte die Conscription ein und nun wardFrankreich ein regelmäßig ausgebeuteter Hvlzschlag.

Von diesem Augenblicke an hatte das Militärsystem deschristlichen Europa eine andere Gestalt erhalten. Früher führteman lange Kriege mit zwanzig- bis dreißigtausend Mann; einedamalige Armee war nicht viel stärker als heutzutage eineDivision. Gegenwärtig befindet sich Europa nicht nur überallauf dem Kriegsfuße, sondern, wenn man sich so ausdrückendarf, auf dem Eroberungsfuße. Jede Großmacht ist nicht nurso organifirt, daß sie ihre eigene Sicherheit wahren, sondernauch daß sie die der anderen Mächte bedrohen kann. DiesesSystem großer stehender Heere, welches dem Alterthume ent-nommen ist, fördert ein dreifaches Resultat zu Tage: einer-seits erschöpft es die Finanzen des Staates und steigert dieAuslagen in bedrohlichen Verhältnissen, andrerseits constituirt

1) Anach. Clootz, 19. Aug. 1703.