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Je weiter man vorrückt, um so ausführlicher werden diebetreffenden Gesuche. „Nach der Erklärung der Menschen-rechte, die unsere Fesseln gesprengt hat," ruft ein Dritter aus,„erblicke ich unter uns nur noch zwei Arten von Sklaven, diedurch übel gewählte Bande vereinigten Gatten und die Statuendes -Place des Victoires. Warum schleppen die Ersten nochihre barbarischen und unpolitischen Ketten? Ach! unsere Ge-setzgeber mögen sich beeilen, die einzigen Unglücklichen, derenThränen sie nicht getrocknet, wieder glücklich zu machen. KeineKonstitution ohne die totale Vernichtung der alten Ordnung;keine Konstitution ohne den gänzlichen Umsturz aller Miß-bräuche, aller Vorurtheile. Genügt es überdies, den Fran-zosen im öffentlichen Leben frei zu machen, wenner im Privatleben ein Sklave ist? Befragen wirAthen und Rom in diesem Betreffe, welche beide dieEhescheidung mit der Freiheit anerkannten, oder ahmen wirvielmehr diese großen und weisen Vorbilder nach,und bei dem Verbrüderungsfeste möge man nicht bei dem An-blicke eines Vorurtheils, einer so viele andere Sklavereien undso viele rühmlich vernichtete Vorurtheile überlebenden Sklavereibetrübt werden." ')

Ein Vierter, welcher die Götter zu Zeugen der Jm-moralität aufgerufen hat, erklärt sich also: „Um sie zu heilen,weiß ich nur Ein Mittel — die Ehescheidung." Hierüber fährtein anderer Schriftgelchrter, der Lobredner des vorhergehen-den, auf folgende Weise fort: „Es ist der schmeichelhaftesteErfolg für den Verfasser, die Repräsentanten der Nation seineIdeen annehmen zu sehen. Werden sie in der That so gefühl-los für das Glück des Vaterlandes sein können, um die ein-zige Grundlage, die dieses Glück dauerhaft machen kann, zuvernachlässigen? Nein, sie werden nicht ihren Nachfolgern dieedle Aufgabe, die den Stolz der Lykurg, der Solon,

1) Siehe über denselben Gegenstand das Schreiben Lequinio's im Moni-teur vorn 17. Febr. 1792; ders. vorn 25. Juni 1790.