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absichtlich seine Kleidung nach. Ein zerrissener runder Hut istseine Kopfbedeckung. Seine schmierigen schwarzen und unge-kämmten Haare sind mit einem Faden zusammengebunden. Einschmutziger Ueberrock mit abgeschossenem Sammtkragen, Leder-hosen, auf die Fersen herunterhängende wollene Strümpfe undgeflickte Schuhe bilden seine Kleidung. Sein körperliches Aus-sehen entspricht seiner Tracht. Sein keine fünf Fuß hoherWuchs, sein unverhältnißmäßig dicker Kopf, sein unsteter Blick,seine abschreckende Physiognomie, sein mit einem häßlichenAusschlage bedeckter Körper verrathen ein grausames Herz,eine blutdürstige und gemeine Seele, in welcher die gewaltig-sten und schlüpfrigsten Leidenschaften kochen. *)

In ihm eint sich die Wollust mit der Grausamkeit, er istein vollständiger Heide. Seine Sitten sind so verrucht, daßsein von eckelhaften Krankheiten verzehrter Leib eine» uner-träglichen Geruch ausdünstet.

Kaum hat sich die Nachricht von seinem Tode verbreitet,so kommen die Pariser Sectivnen in den Konvent und ver-langen für ihren Abgott die Ehren der Apotheose. Sie wol-len, daß die Manen des französischen Cato, indem siein dem Tempel der Unsterblichkeit Aufnahme finden, gerächtwerden. „Volk," rufen sie schmerzlich aus, „du hast deinenFreund verloren; Marat ist nicht mehr. O betrübender Anblick!Er liegt auf einem Todesbette! Wo bist du, David? Es bleibtdir noch ein Gemälde zu fertigen."

„Auch werde ich es fertigen," ruft der in der Sitzunganwesende David aus.

Die Sectionen verlangen zum Beschlusse für CharlotteCorday eine ganz exceptionelle Bestrafung, welche die Herzenaller Vatermörder in Schrecken setzen soll.

Die Jakobiner versetzen Marat schon vor der amtlichenApotheose unter die Gottheiten, die sie in ihren Rasereien

1) Mvnit. und Livßr. äes eonlemp. srt. Uar»t.

2) Monit. v. 14. Juli 1793.