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namenlosen Gottesschändung, indem er die Bürgerin Evrard,! Marat's Concubine, mit der Jungfrau Maria vergleicht; wieMaria das Kind Jesus nach Egypten gerettet, so habe die, Bürgerin Evrard Marat dem Schwerte des Lafayette, eineszweiten Herodes, entzogen.

Aus der Kirche der Cordeliers tritt der Maratcultus aufdie öffentlichen Plätze. Auf dem Carrouselplatze errichtet manin Form eines mit Rasen bedeckte» und mit einem Gitter um-gebenen Mausoleums eine Art Todtentempel. Im Tempel-raume befinden sich die Reliquien Marat's, seine Büste, seineLampe, seine Badewanne und das sein Tintenfaß enthaltendeHäuschen oder Sanctuarium. Ein Posten steht Tag und Nachtbei dieser Kapelle. In jeder Woche sieht man Processionen vonKlubbisten mit rother Kopfbedeckung die Straßen durchziehen undihre Stationen auf dem Carrouselplatze abhalten. Ihnen folgen die„Furien der Guillotine" genannten wahnsinnigen Weiber, wäh-rend die Gurgelschneider von Avignon und vom 2. September siegeleiten. Dies waren die Priester und Priesterinnen Marat's.')

Der öffentliche Cult Marat's dauerte vierzehn Monate.Die Feier der amtlichen Apotheose fand erst am 21. September1794, zwei Monate nach Robespierre's Tode statt. Am Tagezuvor, dem vierten der Sansculottiden, um sieben Uhr Abendskommt die Section Marat und bringt den Leichnam des künf-tigen Halbgottes in die Vorhalle des Sitzungssaales des Kon-ventes. Der Redner wendet sich an die mit dem Empfangedes kostbaren Schatzes beauftragten Kommissäre der Versamm-lung. „Bürger-Repräsentanten," sagt er, „die Section Maratübergibt Euch die sterblichen Ueberreste des Märtyrers derFreiheit, dessen Namen sie führt.... Seine Tugendenknüpfen unseren Dank an seine theuere Asche. Ein Decret,

1) S. LioZr. äe8 eoniemx.; Moniteur vom 14., 15., 16. und 17.Juli 1793; Malerische Geschichte des Convents B. III, S. 46;Geschichte des Convents von A. Gramer de Cassagnac Bd. I-Bch. XVII. S. 329 rc.

Kaum«, Revolution. III.

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