„Gemäß dem Gesetze vom 27. Thermidor des Jahres VI.,welches das executive Directorium beauftragt, die in der Ge-meinde, wo der legislative Körper tagt, passenden Verfügungenzu treffen, um die unsterbliche Epoche, die ihre Wohlfahrt ge-sichert hat, auf eine der großen Nation würdige Weise zu feiernund zufolge des am verflossenen 9. Fructidor beschlossenenProgrammes waren nach den Weisungen des executiven Direk-toriums auf dem Marsfelde noch weitere Verschönerungen außerden bereits für die früheren Feste veranstalteten beschlossenworden.
»Hinter dem Amphitheater theilte eine aus Trophäen undsinnbildlichen Figuren bestehende Scheidelinie das Feld in zweiTheile, in einen südlichen und nördlichen.
„Im ersteren erhob sich ein Fort, von Bastionen flankirtund mit Geschützen und anderen Kriegsmaschinen ausgerüstet.Ferner hatte man in diesem Theile mit Pfählen und dreifar-bigen Schnüren die Rennbahn, welche die Läufer zu Fuß zu-rücklegen sollten, und das Stadium für die Wagen- und Pferde-^ rennen abgesteckt.
„Im nördlichen Theile bei dem Gestade des Flusses warfür die Uebungen des Ringkampfes eine geräumige Arena ge-bildet worden. Hier stellten zwei Figuren von ungeheuererBauart, die eine den Fanatismus in heuchlerischer Miene,und mit einem Dolche bewaffnet dar, den Mord im Namendes Himmels gebietend, die andere den grausamen Despo-tismus, der in der Hand ein bluttriefendes Schwert hieltund die Noth der unterdrückten Völker verhöhnte.
„Zwischen dieser Arena und dem Amphitheater waren umeinen viereckigen Raum Säulenhallen von einer eleganten Bauarterrichtet und in achtundsechzig Schwibbogen vertheilt worden.
„Im Mittelpunkte dieses Raumes lud ein der Indu-strie errichteter Tempel, der von allen Seiten offen undmit einer Kolonnade in dorischem Style geschmückt war, die> Bürger ein, dieser Schutzgottheit, deren Statue die Mitte^ des Tempels einnahm, ihre Huldigung zu erweisen.
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