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Geschmack wird die Weise, wie er am Angenehmsten zu tragenund zu befestigen ist, angeben. Freilich soll ihn der alte Mannnicht wie der Jüngling, der Geck nicht wie der Philosophtragen. Wie in Griechenland und Rom soll man dieSitten der Bürger an der Art und Weise, wie sie ihrenMantel tragen, erkennen.

„Kommen wir nun auf die Bürgerinnen zu reden.

„Auch Ihr sollt Eure Tunica bekommen; allein dieselbewird länger als die der Bürger sein. Ich wünsche, daß Ihrsolche höher oder niedriger, je nach Eurem Geschmacke tragenmögt. Warum wollt Ihr, wenn Euch die Natur einhübsches Bein verliehen hat, dasselbe verbergen?

„Die Strümpfe müßt Ihr ein für allemal ablegen. BindetEuch mit Bändern eine Sohle unter die bloßen Füße; wannIhr ausgeht, tragt Sandalen, welche leichter sind als dieder Männer und mit größerer Sorgfalt und Zierlichkeit anEuren Fuß sich anschließen. Eure langfaltige Tunica sollt Ihrmit einem Gürtel zusammenbinden. Wenn Ihr wollt, könntIhr Euren Gürtel mittelst Bänder an Euren Schultern be-festigen.

„Ein einfacher Knoten halte Eure stets gewaschenen, manch-mal ein wenig parfümirten Haare am Hinterkopfe zusammen.Aus diesem Knoten sollen mehrere Locken auslausen, und ausEuren Hals, Euren Nacken und Eure Schultern herabwallen;oder aber ein einfaches Band, die Haare hinten in die Höheschürzend, sich aus einer Seite des Kopfes in Form einer Ro-sette zusammenschlingen. Diesen malerischen und einfachenKopfputz findet man auch in mehreren antiken Gemäl-den und Statuen und er verdient, auch bei unseingebürgert zu werden.

„Wenn ich mich nicht sehr täusche, so müssen eben Re-publikaner auf diese Weise gekleidet sein." ')

Dieses von einem der bedeutenderen Mitarbeiter der

1) Philos. D-cad-, B. II. S. 211 — 286.

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