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Der Redner führt den entscheidenden Schlag mit dem Aus-rufe: „Bürger-Gesetzgeber, schaut auf die Völker Griechen-lands! Trotz des Verlaufs von zwanzig Jahrhunderten sindwir »och den Denkmalen ihrer Künste und Wissenschaften zins-pflichtig. Durch welches Mittel bewirkten sie aber solche er-staunlichen Dinge? Durch die Vaterlandsliebe und die Er-innerung au ihre Siege. Allein diese so vielgepriesenen Erfolgewären bald verscherzt gewesen, hätten nicht einsichtige Gesetz-geber unablässig das Bildniß ausgemeiselt und solches in denSpielen, den Festen, Schriften, im Theater und auf der Red-nerbühne vorgezeigt; hätte nicht ein Grieche in seiner Familie,auf dem öffentlichen Platze, auf den Wegen als Kind, alsMann und als Greis MiltiadeS, den Sieger beiMarathon, oder den bei den Th er moppten gefallenenLeonidas beständig vor Augen gehabt. Darin bestehen,zweifelt nicht daran, die wahren Grundlagen des Ruhmesdieser Völker, die lange Zeit unsere Vorbilder seinwerden." ')
Wie die Konstitutionen, die Gesetze und die socialen In-stitutionen, so war auch die Einführung einer republikanischenErziehung nach dem Bilde der römischen und spartanischen aufdas Verlangen der Revolution von den Schriftgelehrten desCollegs vorbereitet worden. Bei dieser allgemeinen Wieder-auferstehnng des heidnischen Alterthums nehmen auch die Re-dacteure der philosophische» Decade einen hervorragen-den Rang ein. Ihr Erziehungssystem lautet: Die Schulennach dem Vorgänge der antiken Philosophen in die Dörferverlegen, die körperlichen Kräfte der Jugend nachdrücklich ent-wickeln, die Natur wiederum mit allen Erinnerungen derMythologie zu beleben. Darin besteht für sie die Vollkom-menheit.
Sie sagen: Warum wollen wir, anstatt die Kinder zwi-schen vier Mauern einzusperren und die verpestete Luft der
t) Monit. v. 23. Vend. des Jahres VI.