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sein Verhalten nach der Vernunft, nicht aber nach den Vor-schriften oder dem Beispiele der alten Völker einrichten soll;wenn unsere Gesetze nicht mehr die Konsequenzen aus früherenGesetzen sind, von Menschen erlassen, die andere Ideenoder andere Bedürfnisse hatten: wie kann da derUnterricht in den alten Sprachen einen wesent-lichen Bestandtheil des allgemeinen Unterrichtsbilden?
„Sie sind, wird man sagen, den Gelehrten und Allen,die sich für einen gewissen Beruf ausbilden, nützlich. Aufdiesen Bestandtheil des Unterrichts müssen sie deßhalbangewiesen werden.
„Durch das Studium der großen Vorbilder", wird fernerbemerkt werden, „bildet sich der Geschmack. Allein der bis zujener Stufe gebrachte Geschmack, auf der man die Schöpfun-gen der verschiedenen Jahrhunderte und der verschiedenenSprachen zu vergleichen das Bedürfniß hat, kann nicht füreine ganze Nation ein wichtiger Gegenstand sein.
„Ferner frage ich, ob die Vernunft der jungen Zöglingegehörig ausgebildet werden wird, um in diesen großenVorbildern die in ihnen mit einer kleinen Zahl vonWahrheiten vermischten Irrthümer zu unterscheiden, umdas, was ihren Vorurtheilen und ihren Gewohnheiten ange-hört, abzusondern, um sie selbst zu beurtheilen, statt ihre Ur-theile als rechtsgültig zu betrachten?
»Ich frage, ob die Gefahr, sich in ihrem Gefolge zu ver-irren, Gesinnungen, die weder unseren Kenntnissen, noch unse-ren Institutionen, noch unsern Sitten entsprechen, bei ihnen zuschöpfen, den Nachtheil, ihre Schönheiten nicht kennen zu ler-nen, nicht bei Weitem aufhebt?
»Ich frage, ob man die genaue Kenntniß einer fremdenSprache, die Kenntniß der stylistischen Schönheiten der Werkevon Männern, die sich ihrer bedienten, als eine von den all-gemeinen Kenntnissen, die jeder gebildete Mann, jeder sich denwichtigsten Aemtern der Gesellschaft widmende Bürger erwerben