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[2. Band.]
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diesen Zweck zu erreichen, besteht darin, daß sich die Republik' des Kindes schon in der Wiege bemächtige und die Erziehung

^ gemeinsam sei. „Nein," ruft er aus, „nie wird es eine wahre

Republik geben, so lange es keine gemeinsame Erziehung gibt.Ach, um wie viel besser als wir kannten doch dieAlten das Geheimniß, sich frei fortzupflanzen!Seht, mit welchen Mitteln es Numa gelang, jene Wildheitdes Muthes, welche aus den Römern ebenso viele Straßen«räuber machte, zu besänftigen, während es dem Gesetzgeber derSpartaner glückte, ein verweichlichtes Volk in ein Heldenvolkzu verwandeln." ')

x Die Gemeinschaftlichkeit der Erziehung soll schon in der

^ Wiege beginnen. Der Verfasser theilt sie in verschiedenePerioden ein: von der Wiege bis zum dritten Jahre, vomdritten bis zum siebenten Jahre, vom siebenten bis zum zehn-ten, vom zehnten bis zum siebzehnten, vom siebzehnten bis zumeinundzwanzigsten Jahre. Hierauf will er, besonders für dieGemeinde von Paris, die allen anderen zum Vorbilde dienensoll, daß alle Mütter gehalten seien, ihre Kinder bis zum drit-ten Lebensjahre in dem mit dem Namen Garten derKindheit geschmückten Garten des Luxembourg spazieren zutragen.

„Dort," sagt er, „werden die Damen zu Bürgerinnenund die Frauen des Volkes zu würdigen Nebenbuhlerinnender Damen werden. Während die Mütter sich die republika-nischen Tugenden aneignen, werden sich unsere kleinen Spröß-linge, an das stete Zusammenleben gewöhnt, in der Brüder-lichkeit ausbilden. Schon sehe ich diese unschuldige Schaar,gleich Lämmern, Muthwillen treiben und zusammen auf demGrase herumspringen, laufen, fallen, wiederaufstehen, sichschlagen, sich trösten, lachen und weinen zugleich, während dieum eine Vase voll gesunder Milch versammelten Mütter sichallen Trieben der Eßlust überlassen, lachen, singen, mit einander

1) Von der Erziehung rc., S- 22.