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In Sparta und Athen übten sich die jungen Mädchenmit den Knaben in den Gymnasien; in Rom waren die Vesta-linnen bei allen öffentlichen Spielen zugegen. Solche Bei-spiele sind peremptorisch. „Ich will," sagt Labone, „unserejungen Mädchen sollen öfters vor den Augen des Volkes er-scheinen. Ich will, sie sollen allen Festen, die das Vaterlandveranstaltet und deren schönster Schmuck sie sind, beiwohnen.An allen Decadis sollen die beiden Geschlechter vereint undgemeinsam singen und tanzen, am Morgen im Tempel,amAbendimCircus. Ist der erste Frimaire gekommen,so sollen sich junge Republikaner und Republikanerinnen untergeräumigen Portiken in Gegenwart der versammelten Gemein-den vereinigen; sie sollen ihre Stimmen mit dem Klänge vontausend Instrumenten vermengen und auf einem Nationaltheaterbürgerliche Stücke aufführen."')
Ferner will er auch, es sollten feierliche Feste veranstaltetwerden, in welchen die jungen Mädchen ihre in den olympi-schen Spielen siegenden Brüder bekränzen. „Schon am Tagezuvor," sagt er, „wird sich im Garten der Jungfräu-lichkeit ein aus den Müttern und den Jungfrauen selbstzusammengesetztes Gericht bilden. Die Minerven, welche diemeisten Stimmen erhalten, sollen die wohlthätigen Göttinnensein; sie sollen aus den Händen der Greise den Ehrenkranzempfangen und ihn den jungen Athleten auf das Haupt setzen.Auf diese Weise wird der Wetteifer bei beiden Geschlechternderselbe sein. Beide werden sie beständig vor den Augen desVaterlandes stehen, und Beide, obgleich sie die ihnen von derNatur vorgezeichneten verschiedenen Bahnen wandeln, gleicher-weise in den Tempel des Ruhmes gelangen." ^)
Die Uebungen des Mars führen den jungen Spartaner,die Werke der die Blöße des Ulysses bedeckenden Naustkaadie junge Republikanerin in diesen Tempel. Sie muß spinnen,weben, die Hemden und Kleidungsstücke, welche die gemein-
1) Von der Erziehung rc>, S. 184. — 2) Ebend. S. 151.Gaume, Revolution. IV. 4