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[2. Band.]
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same Mutter, das Vaterland, für die Dürftigen bestimmt,zuschneiden und nähen. Noch unverheirathet, wird die jungeArbeiterin das Recht haben, ihnen ihrer Hände Arbeit zuschenken.

„Allein der Tag der Wohlthätigkeit sei einer dergrößten Festtage der Republik. Die ganze Gemeinde begleiteunter Abfingung der dem Feste entsprechenden Hymnen dieweißgekleideten und mit Blumen geschmückten Jungfrauen. Vonihren Müttern und den Beamten begleitet, betreten sie dieZufluchtsstätte des Unglücks und der Tugend. Der Greisglaube bei dem Anblicke der jungen Schönheit, die seine Lei-den mildern will, die Gottheit vom Himmel Herabsteigen, umihn zu erleichtern, oder das Vaterland selbst mit allen seinenKindern kommen zu sehen, um ihn zu unterstützen." ')

Um die Regeneration Frankreichs durch die vollständigeWiederbelebung des griechischen und römischen Alterthums, woAlles Spiele, Feste und Lustbarkeiten war, zu vollen-den, hat der Pädagog nur noch den Einen Wunsch auszu-sprechen, daß Alles tanzen möge. „Ach!" ruft er aus, „möchteich doch jenen von allen Lebensaltern gebildeten, vonallen Gefühlen belebten, mit allen Grazien geschmückten, vonallen Tugenden glänzenden spartanischen Tanz wieder erstehensehen! Möchte ich die ihre einstigen Heldenthaten besingen-den, noch jugendlich feurigen Greise ausrufen hören:

Vor Zeilen, seht, da waren wirJung, tapfer, unerschrocken!

„Bürger-Gesetzgeber, seht, solches verlangt das Vater-land !" -)

Dieses Gewebe von Grausamkeit und Unsinn, diesesdemüthigende Zeugniß von der Ausartung der menschlichenVernunft am Ende des achtzehnten Jahrhunderts, dieses ganzunglaubliche Denkmal des bis zum Wahnsinne gesteigerten

1) Bon der Erziehung rc., S. 199. — 2) Ebend. S. 250.