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als das praktische Resumä der Ansichten der Revolution inBetreff der nationalen Erziehung anzusehen. Die kurze Zer-gliederung dieses Werkes hat uns gezeigt, an welchem AbhängeFrankreich stand, wie ferner auch das wahrscheinliche Ziel,an welchem dieses Land, wenn die Herrschaft der Revolutionfünfundzwanzig Jahre gedauert hätte, angelangt sein würde.
Sechstes Kapitel.
Das revolutionäre Theater.
Es ist die Schule der Nevoluiio» zum Gebrauche des reiferenAlters — Sein Einfluß — Worte Merciers, Condorcets, Etienne'sund Martrinville's — Wichtigkeit, welche die Revolution denTheatern beilegt — Decrete — Wie die Revolution thut auchdas Theater zweierlei: es zerstört und baut auf — Stücke, welcheden Stolz vergöttern — Antireligiöse Stücke: Melania, Eri-cia, Julia, der Ehemann als Beichtvater — GemischteStücke: Karl IX., von Chenier, das Diner der Völker.
In der moralischen Ordnung wie in der physischen pflan-zen sich die Wesen durch die Mittel fort, die sie hervor-bringen. Die französische Revolution ist aus dem Unterrichtehervorgegangen. Seit der Renaissance war der Unterrichtvon dem Colleg und dem Theater ertheilt worden; die Revo-lution weiß dies recht gut und sucht dieses doppelte Mittel,sich zu befestigen und fortzupflanzen, auch schleunigst zu heiligen.Durch die Erziehung wird sie in den entstehenden Generationenfortleben. Es erübrigt ihr noch, sich auch der schon vorhan-denen Generationen zu bemächtigen. Nnn aber existirt einemit besonderem Vorzüge besuchte, volksthümliche, öffentlicheSchule, deren an alle Sinne zugleich sich richtender Unterrichtauf die Massen einen mächtigen und unmittelbaren Effect her-vorbringt: das Theater.
Als Kind der Renaissance war das moderne Theater seitseinem Ursprünge an das thätigste Vorbereitungsmittel der