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An Stelle seiner zerstörten und verbrannten Kirchen be-deckt sich Frankreich mit Theatersälen, und an Stelle seinervertriebenen Klosterfrauen und Priester hat es Schauspielerund Schauspielerinnen für seine Unterweisung. Auf diesenneuen Tribünen wie auf dem Lehrstuhle des Erziehers behältsich die Revolution ausschließlich das Recht, zu lehren, vor.Und was lehrt sie?
Durch das Decret vom 25. Pluviose des Jahres IV er-klärt sie, „der wesentliche Zweck der Theater sei der, selbstdurch den Reiz des Vergnügens zur Läuterung derSitten und zur Verbreitung der republikani-schen Grundsätze beizutragen. Sie erklärt ferner, dasGesetz vom 2. August 1793, welches auf den Pariser Thea-tern die periodische Darstellung von republikanischen Stückenanordnet, verordne auch, daß jedes Theater, auf welchem dieWiedererweckung des schmachvollen Aberglaubens desKönigthums bezweckende Stücke dargestellt würden, ge-schlossen werden sollte; daß das Gesetz vom 14. desselbenMonats die Generalräthe der Gemeinden ausdrücklich beauf-trage, die Schauspiele zu beaufsichtigen und die Darstellungsolcher Stücke, welche am Geeignetsten seien, die republi-kanische Energie zu entwickeln, zu veranlassen. Dem-gemäß wird verordnet, alle Theater, auf welchen den öffent-lichen Sinn verderbende und den schmachvollen Aberglaubendes Königthums wiedererweckende Stücke dargestellt würden,zu schließen." ')
Das Gesetz vom 2. August 1793 lautet: „Art. 1. Vomvierten dieses Monats an wird man auf den hierfür von derMunicipalität bestimmten Theatern dreimal wöchentlichBrutus, Casus, Gracchus, Wilhelm Teil und anderederartige Stücke, welche fähig sind, die Liebe zur Freiheit undden Republikanersinn in den Herzen zu unterhalten, aufführen."
1) Sammlung der Decrete der Revolution.
2) Moniteur ebend.