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[2. Band.]
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nicht wagen, sie wieder an's Licht zu ziehen. Wir wollen uns! mit der Angabe begnügen, daß die Einen den Gottmenschen,> den Heiligsten der Heiligen, dem Gespülte der Vorstädte preis-l gaben, die Andern Päpste in den Flammen der Hölle dar-stellten. Manche Verfasser, unter ihnen der gehässige Syl-vain Mar schal, gebrauchten die Komödie und das Vaude-ville für die Verbreitung des Atheismus und des Vernunft-cultus.

Um Abscheu gegen das Christenthum und das religiöseLeben zu erregen, spielt man die Mslanie von la Harpe,

Sitten und Lebensanschauungen würden in jenen Stücken dem Pu-blikum, wenn nicht geradezu empfohlen, doch mit einem so blendendenäußeren Schein vorgeführt, daß das sittliche Gefühl dadurch unver-meidlich abgestumpft und irregeleitet werde. Während in einzelnender bezüglichen Stücke die Tendenz zur Beschönigung gewisserErscheinungen sittlicher Entartung unenthüllt hervortrete, sei in an-dern zwar die Absicht anscheinend auf Warnungen vor socialen Ver-irrungen gerichtet, aber auch in diesen Stücken könne die Handlungder Darstellung, indem sie sich ausschließlich in der Sphäre und inden Anschauungen des frivolsten Theils der Gesellschaft bewege, nurden demoiralistrendsten Einfluß auf die Gefühls- und Sin-nesweise des großen (blos des großen?) Publikums üben. ImInteresse der öffentlichen Sittlichkeit sei es daher dringend erforder-lich, der weiteren Verbreitung dieser Art dramatischer ErzeugnisseEinhalt zu thun, und die Darstellung von Stücken der bezeichnetenArt fernerhin nicht zu gestatten. Abgesehen von denjenigenStücken aber, deren gesummter Inhalt und wesentliche Tendenz znden erwähnten Bedenken Anlaß gebe, sei überhaupt darauf zu achten,daß auch in andern Theaterstücken nicht durch einzelne Aeußerungen,Couplets u. dgl. eine leichtfertige Auffassung ernstlicher sittlicherVerhältnisse verbreitet werde. Ueberhaupt sei darüber zu wachen,daß die Schaubühne, bei deren Beaufsichtigung der Zweck einer sitt-lichen Einwirkung auf das Volksleben niemals aus dem Auge zuverlieren sei, ihren tiefgreifenden Einfluß nicht dazu mißbrauche, umin irgend einer Richtung einer verderblichen frivolen Denkweise Vor-schub zu leisten."

Anm. d. Uebers.