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die Ericia oder die Vestalin von Fontenelle, Julie oderdie Nonne von Nimes von Pougens, und hundert andereStücke, in welchen die Ordensgelübde als das barbarischsteJoch, welches der Fanatismus und die Habgier der Einender Schwäche und der Unschuld der Andern aufgelegt hätten,dargestellt werden. Pougens' Julie und die Klosteropservon Monvel steigerten den Haß gegen die Klöster und dieVerwünschung des mönchischen Despotismus bis zumWahnsinne.
„Julie ist ein unglückliches Mädchen, welches pflichtver-gessene Eltern gezwungen haben, Nonne zu werden. Alleindie Natur hat Julie das Bedürfniß, zu lieben, verliehen. Siehat das Unglück, sich dieses Gefühl zu gestatten, das nochgrößere Unglück, ihm zu unterliegen, und endlich das größteUnglück, ihrer Oberin die Folgen ihrer Schwachheit nichtverhehlen zu können. Man wirft sie in ein finsteres Verließ.Hier erwartet sie, auf ein wenig Stroh gebettet, auf einStückchen Brod, das man ihr unwillig vorwirft, beschränkt,den Tod und fleht ihn um Befreiung an. Unterrichtet vondem, was vorgeht, begibt sich Flechier, der Bischof vonNimes, in das Kloster, befreit die Gefangene, droht derOberin mit der Justizbehörde und gibt ihr als Buße auf, täglichdas Kapitel des Evangeliums über die Ehebrecherin zu lesen."')
Da sieht man, auf welche gehässige Weise die Nonnenein einfaches Unglück bestrafen. Die Habgier macht sienoch grausamer. Eugenia, ein junges Mädchen aus vor-nehmer Familie, ist in das Kloster getreten. Die Nonnentrachten nach ihrem Vermögen. Man wirft sie in ein schreck-liches unterirdisches Gewölbe. Hier sieht man sie, auf Strohgebettet, Schwarzbrod bei dem Scheine einer fast erlöschendenLampe verzehren, und tausendmal grausamere Leiden als denTod erdulden. Hiervon benachrichtigt, besetzt der Maire dieKlosterpforte und befreit das junge Mädchen. „Diese beiden
1) Montteur vom 23. April 1792.