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[2. Band.]
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Stücke, in denen das Grausenhaste sein dlee xlus ultra er-reicht, erregen die lebhafteste Begeisterung." ')

Das Theater gibt die Klosterorden, nachdem es denHaß gegen sie aufgestachelt hat, auch der Verachtung preis.Am 25. Februar 1791 ward inmitten der allgemeinen Berau-schung der Ehemann als Beichtvater von Flins gespielt.Defroquirte Mönche statten Bernhardinernonnen Besuche ab,und führen sehr galante, im Munde der Schüler des heiligenFranciscus ganz ungeeignete Gespräche mit ihnen. Ein Na-tionalcommissär kommt und verkündet den Damen des Klo-sters, sie hätten ihre Freiheit wieder errungen. Diese jauchzenvor Freude. Auch der weiland Beichtvater der Nonnen ent-sagt seinem Stande und übersendet dem Kommissar seineKutte. Dieser kommt auf den Einfall, sich in dieselbe zumummen und schamlos im Richterstuhle der Beichte Platz zunehmen. Die erste Person, die sich einsendet, ist seine Frau.Sie beichtet, sie habe drei Neigungen gehabt, erkennt aberihren Mann und gibt ihrem Bekenntnisse eine sehr geschickteWendung, mit welcher der schamlose und neugierige Menschzufrieden zu sein die Gefälligkeit hat.

Auch seine Tochter kommt und beichtet. Sie gesteht ihremVater ihre Neigung für einen Mönch, und er gibt ihr den-selben augenblicklich zum Manne. Bei der Nachricht hiervonsingen die Mönche und Nonnen Jubellieder, und tanzen mittenin ihrem Refectorium wie auf einem öffentlichen Balle. Mitdiesem Stücke, einem der beliebtesten der Revolution, und an-deren derselben Art vertilgte das Theater alle Gefühle derTugend und der Wohlanständigkeit in den Gemüthern."

Hierbei bleibt es nicht stehen. Um die Meineidigen nochdurch den Reiz des Vergnügens zu vermehren, zeigt es imInnern einer republikanischen Haushaltung dasGlück eines mit einem seinen Ordensgelübden untreuen Weibeverehelichten Priesters. Der Moniteur preist den tresf-

1) Geschichte des Theaters rc. B. I. S. 49. — 2) Ebend. S. 91.