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Alle Völker haben schon ihren Antheil an dem Gastmahleerhalten, da kömmt noch das Negervolk; es ist eben erst inFreiheit gesetzt worden und dies auch Dank dem französischenVolke, welches seine Fesseln gesprengt hat. Es naht sich be-scheiden den speisenden Völkern in der Hoffnung, die Früchte,welche ihnen die Natur gegeben hat, mitgenießen zu dürfen.Das französische Volk streckt ihm die Arme entgegen und theiltmit ihm als ächtes Brudervolk seine Portion. — Zum Schlüssesei noch erwähnt, daß Aristophanes dem Verfasser als Vor-bild gedient hat.')
Siebentes Kapitel.
Das revolutionäre Theater.
(Fortsetzung.)
Antisociale und republikanische Stücke — Timoleon, Ca-sus Gracchus, Rienzi, Brutus von Voltaire — Anekdote,spartanische Sitten — Die errungene Freiheit, das letzteGericht der Könige — Stücke, welche das Fleisch vergöttern;Agathtne, Galathea, Lovelace, Urtheil des PLris —Zeugniß — Grausamkeit und Wollust— Rede Danton's —Durch das Theater gebildete Sitten.
Die von uns auszüglich mitgetheilten Stücke sind gewis-sermaßen nur Probeschwärmer. Um die Gemüther auf dieHöhe der demagogischen Leidenschaften zu bringen, schöpft dieRevolution mit vollen Händen aus dem Repertorium des klas-sischen Alterthums. Dem ganz über alle Maßen Beifalljauchzenden Volke führt Chenier in Timoleon einen Brudervor, der seinen Bruder, weil er angeklagt ist, gegen die Frei-heit conspirirt zu haben, um das Leben bringen läßt. Umdiese Greuelscene aus die Spitze zu treiben, sagt der Mörderzu der Mutter des Opfers, ihr Sohn sei der Mörder des Vol-kes, und fordert sie aus, sich über seinen Tod zu freuen:
1) Philos. Decade, B. I. S. 363.
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