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[2. Band.]
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verwechseln, die sich auf dem andern Ufer heiser schreien undLibera brüllen, wann sie uns gegeißelt haben? Zwei Män-ner find für das Vaterland gestorben. Unsterblichen Ruhmihrem Andenken! DieFraueuLacedämon's legten ihrFestgewand an, wann ihre Vater, Gatten oderSöhne auf dem Schlachtfelde geblieben waren....Hoffe darum nicht, uns für das Unglück einer durch das Loosder Schlachten begünstigten Bürgerin mit Mitleid zu erfüllen.Geh' und sage ihr, sie solle erscheinen; geh' und sage ihr, siesolle singen; sage ihr namentlich, sie solle uns mit ihren Thrä-nen verschonen. Heute ist ein Festtag und die Thränen sindaristokratisch.«" ') Die Schauspielerin sah sich genöthigt, auf-zutreten und zu singen.

Ein anderes Stück, die errungene Freiheit, ist dieJnscenesetzung der Gefühle des an den Quellen der antikenDemokratie neugeborenen Volkes. Hier ist das Volk selbst,mit Hacken, Hämmern, Aexten und allen möglichen Vernich-tungswerkzeugen ausgerüstet, die oder besser der Schauspieler,das souverän gewordene Volk, welches, plündernd, mordend,sprengend und freudig demolirend seine Souveränetät bethä-tigt. 2) „Der Revolutionswahnstnn," sagt Martinville, „muß

1) 8ouv. 8aint-cku8t ei kicliexru, S. 47.

2) Für das Studium der socialen Zustände der damaligen Zeit und alsBeitrag zur Geschichte der revolutionären Schandthaten möchten wirdas unlängst in der Expedition der Zeitung „Deutschland" er-schienene Werk: „Aus dem Tornister eines Soldaten derRevolutionsarmee rc. von Graf Theodor von Sicherer"nachdrücklichst empfehlen. Es ist ein historischer Roman; aber es er-zählt Wahres, wirklich Geschehenes, Erlebtes in dem Rahmen derfreien Darstellung und Verkettung der Umstände. „Die Geschichteder Revolution," heißt es in diesem sehr gediegenen Werke, „ist einZeugniß, vor dem die Menschheit sich das Antlitz verhüllen muß.Mehr als tausend Reden liefert sie den sprechendsten Beweis, wasder Mensch ohne Gott ist, was die sogenannte Philosophie