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hervorbringen können — dies hat dazu gedient, das Urtheildes PLris zu bilden, welches Stück am Dienstage den5. März auf dem Theater der Opera gespielt ward.
„Der Gegenstand desselben ist einfach und der Mythevollkommen entsprechend. Juno, Minerva und Venusmachen sich den Preis der Schönheit streitig. Jupiter kann sienicht einigen. Merkur bemächtigt sich des Apfels, um ihn demHirten PLris zuzuerkennen.... Venus erscheint im Bade, mitihrer Toilette beschäftigt. Hier hat der Verfasser die Geschick-lichkeit entwickelt, ohne den Anstand zu verletzen, diewollüstigsten und verführerischsten Gemälde zu vereinigen.
„Das Urtheil ist bekannt. Juno verspricht PLris Größeund Reichthümer, Minerva den Ruhm der Eroberer, Venus,von ihrem ganzen Hofstaate umgeben, bietet ihmLiebestriumphe, welche ihm mehr schmeicheln. Sie bekommtden Preis und verbindet PLris mit der Nymphe Anone.
„Das Ballet ist von Gardel, die Musik von Mehul; eswird von der schönen Saulnier, der eleganten Cherigny, vonVestris, mit Einem Worte von den trefflichsten Tänzerinnengetanzt. Diese bekannten Namen sind für ihre Trägerinnenein Lob, dem sich nichts mehr hinzufügen läßt." ')
Während man in der Opera ohne den Anstand zuverletzen, Venus bei ihrer Toilette, Venus im Bade, Venusvon ihrem ganzen Hofstaate umgeben, Venus, welche di^schänd-lichste wie die schrecklichste aller Leidenschaften triumphiren läßt,aufführt, höre man nun, was in den übrigen Theatern, woman an jedem Abende die von uns bezeichneten Stücke nebstanderen aufführt, vorgeht. „Hier," sagt ein Ohrenzeuge, „ath-met Alles die Korruption, Alles ist Aergerniß.Von den Schauspielern stehen die Einen in reiferem Alter,die Andern sind Kinder. Die Ersteren gehören der gemeinstenMenschenklasse an, die Paris auszuweisen hat; die jüngeren,
1) Monit. v. 24. März 1793.