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[2. Band.]
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Wir wollen nur einige ganz nach dem Zufalle heraus-gegriffenen Beispiele citiren: „Es gibt keinen wahrhaft freienStaat als den, wo jeder Bürger auf sein Täfelchen schreibendarf: Ich stimme gegen Aristides, weil er gerechtist.... Ich gehe zu den Cordeliers, weil man dort dieseGrundsätze aufstellt. Würden die sieben Weisen GriechenlandsMitglieder des Distrikts der Cordeliers sein und letzterer in seinemSchooße die Gärten des Academos und jene Epi-cur's, das Lyceum und den Porticus enthalten, sowette ich, daß es keine gesundere Logik geben könnte. DiePatrioten haben Wunder der Tapferkeit gethan; wir habeneinen Familienvater, größer als Decius, kommen und seinedrei Söhne dem Vaterlands opfern sehen."

Hocherfreut über die Erfolge der französischen Revolutionruft er aus: „Das schönste Beispiel, welches dem menschlichenGeiste jemals geboten wird, ist die Beobachtung jener Erder-schütterungen, welche die europäischen Throne zum Wankenbringen, die einen gänzlich umstürzen und die andern fast demBoden gleichmachen werden. Zweifelsohne werden Tacitusund Titus Livius, würdig, dieses so interessante Stück derWeltgeschichte zu beschreiben, erstehen."

Die Revolution Brabants, welche die Priester noch nichtvertrieben hat, scheint ihm verfehlt und er sagt: „Schwach«köpfige Völker! Denket ihr nicht, eure Ideen und eure Seelezu erweitern? Allein so sind die Menschen unter dem Jocheder Magier. Athen vermag das Joch der Tyran«nen, Rom das der Tarquinier abzuschütteln; alleindie Sklaverei der Priester hat das Eigenthümliche, daß sie diemenschliche Gattung so sehr abstumpft und entartet, daß sienicht mehr im Stande ist, dies Joch abzuwerfen."

Von dem Haffe gegen die Priester geht er, stets im Na-men der Römer, zu dem Hasse gegen die Könige über: „Ich

1) Französ. Revol. rc. B. I. S. 9, 16, 77. - 2) Ebendas. S. 309.3) Ebendas. S. 416.