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halten Philippiken, der Eine gegen den makedonischen Tyran-nen, der Andere gegen einen verruchten Verschwörer. Camilleglaubt, wenn er Pholippeaux liest, immer noch die Philippi-ken Cicero's und Demosthenes zu lesen; allein er sehe sichwohl vor, die Alten haben Philippiken gehalten, Phelippeauxaber nur Philippotiken.. .. Ich verlange des Beispielswegen, daß die Nummern Camille's in der Gesellschaft ver-brannt werden sollen."
Bei diesem Verrathe empört sich Camille nud läßt gegenRobespierre folgendes seinen Untergang herbeiführende Wortverlauten: „Verbrennen ist keine Beweisführung."Gereizt ruft Robespierrc in der Sitzung vom 9. Januar dasFallbeil der Guillotine über das Haupt seines Freundes mitden Worten: „Ich erkläre den ächten Montagnards, daß derSieg in ihren Hände» ist, daß nur noch einige Verdäch-tige unterdrückt werden müssen."')
Am 1. April besteigt der Vertraute Robespierre's, Saint-Just, die Tribüne des Konvents und erstattet einen langenBericht gegen Camille Desmoulins, der nebst Danton, Phö-lippeaux und Fabre d'Eglantine in Anklagezustand versetzt undim Luxembourg eingekerkert wird. Dieser offenbar zwischenden Triumvirn verabredete Bericht oder, besser gesagt, Anklage-act geht gleich zu Anfang darauf aus, den treulosen Robes-pierre im Namen der Römer von dem Blute seines Freundesreinzuwaschen. Derselbe beginnt mit folgenden Worten:
„Es liegt in der heiligen Liebe zum Vaterlande etwasSchreckliches; sie ist so ausschließlich, daß sie Alles erbarmungs-los, ohne Entsetzen, ohne Menschenfurcht dem öffentlichen In-teresse aufopfert. Sie stürzt Manlius, schleppt Re-gulus nach Karthago, wirft einen Römer in einenAbgrund und stellt Marat im Pantheon auf."^)
Während seiner Gefangenschaft schreibt Desmoulins an seineGattin: „Meine Rechtfertigung ist in meinen acht republikanischen
1) Monit. v. 10. Jan. 1794. - 2) Monit. v. 1. April 1794.