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[2. Band.]
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Bänden enthalten/' Am 5. April mit Danton vor das Re-volutionstribunal geführt, antwortet er auf die Frage: Wiealt bist du? — „Treiunddreißig Jahre, so alt wie der Sans.culotte Jesus." Danton, nach seinem Namen und seinerWohnung befragt, erwiedert: „Meine Wohnung wird in Bäldedas Nichts und mein Name eines Tages im Pantheon derGeschichte zu lesen sein." ')

Heide bis zum Tode, sendet Desmoulins, bevor er dasSchaffet besteigt, folgende Zeilen an seine Gattin: „Ich sterbemit vierunddreißig Jahren.... Ja, ich sehe, die Macht be«rauscht alle Menschen, alle sprechen mit Dionysius von Syra-kus: Die Tyrannei ist eine schöne Grab schrist. Dochtröste dich, trostlose Wittwe! Die Grabschrift deines armenCamille ist ruhmvoller, sie ist die der Tyrannenmörder,der Brutus und der Cato."^)

Die Gattin des Camille Desmoulins (Fräulein Laridon)theilte zuletzt die klassischen Ansichten ihres Gatten. VonSamt-Just angeklagt, sie habe dreitausend Franke» empfangen,um die mit Verdächtigen überfüllten Gefängnisse öffnen unddas Revolutionstribunal ermorden zu lassen, ward sie am13. April zum Tode verurtheilt. Nachdem sie ihr Urtheil ver-uommen, rief sie aus: „Das Blut einer Frau vergießen, ihrMemmen! . .. Allein wißt ihr auch, daß das Blut einer Fraudie Tyrannen von jeher in's Verderben gestürzt hat? Wißtihr, daß das Blut einer Frau die Tarquinier unddieDecemvirn für immer ausRom vertrieben hat?O freue dich, mein Vaterland! Freudetrunken nimm diesesVorzeichen deiner Rettung, deines Glückes hin. Die dich un-terdrückende Tyrannei geht ihrem Ende zu."

1) I'einmss eoisvren eto. B. II. S. 35.

2) Matton im alten Kapuziner, Nr. 6. S. 253.

3) Matton, angedruckter Briefwechsel, S. 27. und 28.

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