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sonders wußte ihnTacitus durch seine Bestimmtheitund seine in ihrer gedrängten Kürze derben, hartenund strengen Sprache anzuziehen. Die klassischenStudien Saint-Ju st's übten einen seltsamen Ein-fluß auf seine Gedanken und seinen Styl a u s." 0Mit dem vierundzwanzigsten Lebensjahre die politischeLaufbahn betretend, macht Samt-Just nur einen Sprung vondem Colleg auf die Rednerbühne. Mehr als jeder andere Re-volutionär kaun er sagen: Ich bin der Sohn meiner klassischenErziehung; meine Ansichten, meine Anfechtungen, meine Be-wunderung, meine Sprache, mein Leben sind mein Werk. Eshat mir an Zeit gefehlt, um mich zu verändern oder umzu-wandeln. Somit ist Samt-Inst ein kostbarer Gegenstand, umdie Einflüsse der frommheidnische» Erziehung, wie sie vor derRevolution ertheilt ward und auch heute noch in den bestenBildungsanstalten ertheilt wird, zu prüfen.
Nach dem Beispiele der Schriftgelehrten Griechenlandsund Roms, deren Werke er gekostet, und die, nach Plinius desJüngern Bericht, alle damit begannen, die Schwelgerei zu be-singen, veröffentlicht Saint-Just im Jahre 1789 ein jetzt ver-gessenes Gedicht, Organt betitelt. Zum Höhne zeigt er an,dasselbe werde im Palaste des Papstes selbst, im Vaticanverkauft. Dieses Werk übertrifft noch die Schändlichkeitenvon Voltaire's Jungfrau, die atheistischen Gemeinheiten vonParny's Götterkrieg, die schamlosen Fabeln des Rabelaisund Lafontaine. Was er besingt, bethätigt Saint-Just auchpraktisch. Die ärgerlichen Abenteuer des jungen Collegschülersversehen die Chronik der Gegend mit Stoff und machen dieFamilienvater erbeben. Seine offenkundig ehebrecherische Ver-bindung mit Madame Thörin gefährdet seine Wahl für die ge-setzgebende Versammlung und er reist mit diesem Weibe, vonwelchem ihn erst der Tod trennt, nach Paris ab.
1) Ed. Fleury, Studien über die Revol., Saint-Just, B. I. S. 21,und Saint-Just's Werke, Ausg. v. 1850, Vorrede.
2) Studien über die Nsvol.,.B. 1. S. 25.