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[2. Band.]
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Tempels eine dreifarbige Fahne aufzustecken. Unterzeichnet:Samt-Just und Lebas." ')

Sofort requirirt der Maire Monet, „um alle Statuen desTempels der Vernunft fortzuschaffen und zu zerstören, nichtblos die Arbeiter, sondern auch die Bürger, welche einen Ham-mer zu führen vermögen, um sie möglichst schleunig abschlagenzu lassen." Schon am 30. November lag ein Theil dieserStatuen auf dem Pflaster des Platzes.

Wir haben Samt-Just in seiner Zerstörungsperiode ge-sehen; folgen wir ihm nun auch in seiner Neugestaltungsperiode.In der zweiten wie in der ersteren beweisen uns die Zeugnisseder Geschichte, die Reden Saint-Just's, seine Handlungen undseine Schriften, daß er bei beiden von seiner Collegialbildunginspirirt war.

Im Maimonat des Jahres 1790 hatten mehrere Mitglie-der der Nationalversammlung öffentlich gegen die Gleichstellungder religiösen Bekenntnisse protestirt. Die Protestation wardin der Gegend von Blorancourt massenweise verbreitet. Eswurden Nachforschungen nach ihr angestellt, um sie mit Be-schlag zu belegen und der Gemeinderath ließ sie auf dem öf-fentlichen Platze unter großem Pompe verbrennen. Ueberdie Feierlichkeit, welcher auch die Nationalgarde beigewohnthatte, ward ein Protokoll aufgenommen. Dieses sendet manan die Nationalversammlung nebst einer Adresse, in welcherwir folgende Worte lesen: „Herr v. Samt-Just hat den Bür-gereid geleistet und versprochen, durch dasselbe Feuer, welchesdie Protestation verzehrt hat, umkommen zu wollen."

Ein Zeitgenosse und Bewunderer Saint-Just's fügt bei:„Dieser junge Mann beschränkte sich nicht darauf, eidlich zuerhärten, daß er bereit sei, sich eher in die Flammen zu stür-zen und darin umzukommen, als seinen Eid zu vergessen. Nochganz erfüllt von den Erinnerungen an jene rö-

1, Monit. v. 24. Dec. 1793. - 2) Wortgetreu.3) Monit. ebendas.