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sechsundzwanzig und ein halbes Jahr alt, der tugendhaf-teste der Menschen gemordet (asssssins)."

Saint-Just zeigt sich solcher Lobsprüche würdig und be,weist, daß seine Geburtsacte um zweitausend Jahre hätte zu-rückdatirt werden sollen. Kaum aus dem Colleg getreten, wirder von Bewunderung für Robespierre, den Römer, ergriffen.Am t9. August 1790 schreibt er ihm von Blerancourt folgen-den Brief: „Sie, die Sie das wankende Vaterland gegenden Strom des Despotismus und der Intrigue vertheidi-gen, Sie, den ich, wie Gott, nur aus Ihren Wun-dern kenne, ich wende mich an Sie und bitte Sie, sich mitmir zu verbinden, um unser armes Vaterland zu retten. Ichkenne Sie nicht; allein Sie sind ein großer Mann. Sie sindnicht nur der Abgeordnete einer Provinz, Sie sind der derMenschheit und der Republik." *)

Später, am 20. Juli 1792, schreibt er an seinen Freundd'Aubigny: „Seitdem ich hier bin, werde ich von einem republi-kanischen Fieber, das mich verzehrt und aufreibt, gepeinigt. —Ihr seid Feiglinge, die ihr mich nicht zu schätzen gewußt habt.Dennoch wird sich meine Palme erheben und euch Niederträch-tige, die ihr seid, vielleicht in Schalten stellen.... Reißt unsdas Herz aus dem Leibe und verzehret es; ihr werdet werden,was ihr nicht gewesen seid: groß.... O Gott! muß Bru-tus, fern von Rom, vergessen, verschmachten! In-dessen mein Entschluß steht fest; wenn Brutus dieAndern nicht umbringt, so wird er sich selbst um'sLeben bringen."

Nicht vergebens vergleicht sich Saint-Just mit Brutus.Als Kind schon hat er diesen wilden Republikaner besucht undbewundert; als Mann konnte er ihn nur nachahmen. DerHaß gegen die Könige, der Blutdurst, die nebst dem Fieber derbösen Gelüste das ganze Heidenthum ausmachen und gleichsam

1) Ebendas.