Band 
[2. Band.]
Seite
116
JPEG-Download
 

116

„Zehntausend Mann bei der Armee sind barfuß; allenStraßburger Aristokraten muß ihre Fußbekleidung genommenwerden und bis morgen früh zehn Uhr muffen die zehntausendPaar Schuhe für das Generalquartier unterwegs sein."

An demselben Tage heftet man auf die Mauern nach-stehende weitere Proclamation: „Alle Mantel Straßburgs sindin Requisition gesetzt; sie sollen morgen Abend in das Maga-zin der Republik abgeliefert werden."

Am 20. Februar erklärt er, die Häuser derer, welche dieGesetze nicht vollstrecken, sollten dem Boden gleich gemachtwerden.

Einige Tage nachher veranstaltet Robespierre im Conventevon Saint-Just folgende Lobeserhebung: „Saint-Just," sagt er,„hat dadurch, daß er eine Vvlkscommission, die sich zur Höheder Umstände erhoben, dadurch, daß er alle Aristokraten ausdem Municipal-, Richter- und Militärstande unter die Guillo-tine brachte, die eminentesten Dienste geleistet. Diese patrio-tischen Operationen haben die Stärke der Revolution geweckt."

Nach dem 9. Thermidor ließen die Bewohner von Straß-burg den Konvent ihre Beschwerden vernehmen. Aus ihrerAdresse lassen sich die patriotischen Operationen Saint-Just'seinigermaßen ersehen. „In kurzer Zeit," sagt dieselbe, „brachteman auf der Municipalität zusammen: 6 879 Röcke und Westen,lange und kurze Hosen, 4,767 Paar Strümpfe, 16 921 PaarSchuhe, 863 Paar Stiefel, 1,351 Mäntel, 20,518 Hemden,4,524 Hüte, 523 Paar Kamascken, 143 Brodsäcke, 29 BündelCharpie, 21 Bündel alte Leinwand, 2,673 Betttücher, 900 Bett-decken und eine große Anzahl von anderen Gegenständen;gleichzeitig brachten die Bürger eine große Menge altes Ku-pfer, um für den Guß der Kanonen verwendet zu werden, in'sZeughaus.

1) Monit. ebendas. — 2) Ders. ebendas.3) Ders. ebendas.