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und Nacht von sechzigjährigen Greisen angebetetwerden, und gibt einen Kalender, ähnlich dem, welcher am18. Floreal des Jahres II durch Decret des Konvents einge-führt wurde. An die Stelle der socialen Ordnung treten dieInstitutionen Roms und Spartas. „Die Menschen," sagt erzur Erinnerung an Lykurg, „die stets tadelsrei gelebt, sollenim sechzigsten Jahre eine weiße Leibbinde tragen. Die Ehr-furcht vor dem Alter ist in unserem Vaterlande ein Gottes-dienst. Ein Mann mit einer weißen Leibbinde kann nur zurVerbannung verurtheilt werden. Die Greise, welche die weißeLeibbinde tragen, sollen in den Tempeln über das Privatlebender Beamten und der noch nicht einundzwanzigjährigen jungenMänner urtheilen (censurer)." ')
„Die Gemeinden wählen alle zwei Jahre sechs durch ihreTugenden empfehlenswerthen Greise, deren Function es seinsoll, Volksaufstände beizulegen. Diese Greise werden mit einerdreifarbigen Schärpe und einer weißen Feder decorirt. Wannsie mit ihren Attributen bekleidet erscheinen, beobachtet dasVolk gänzliches Schweigen. Dauert der Lärmen fort, so zei-gen die Greise die Trauer des Gesetzes an. Wird ein Greisermordet, so trauert die Republik einen Tag lang, wobei gleich-zeitig alle Arbeiten eingestellt werden." ?)
Mit dem Culte des Alters vereinigt sich der Cult derVerstorbenen sammt den Manen und den elysäi-schen Feldern. „Die Kirchhöfe werden reizende Landschaf-ten, die Gräber mit Blumen, welche die Kinder alljährlichausstreuen, bedeckt sein. Die Ehrfurcht vor den Todten mußein heiliger Dienst sein, und man muß glauben, daßdie Märtyrer der Freiheit die Schutzgeister des Volkessind." s)
Von seiner Bewunderung für Sparta immer weiter fort-gerissen, kommt Samt-Just bis zu der Wiederherstellung des
1) Eilstes Fragm. — 2) Ebendas.3) Zwölftes Fragm.