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[2. Band.]
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tung schenkte, geschah es wegen der Rolle, die er in der Folge-zeit gespielt hat." ')

Bei seinem Eintritt« in das Leben sucht Robespierre, waser empfangen hat, auch fortzupflanzen. Seine Erziehung, hin-sichtlich der Religion negativ, oder doch beinahe negativ,läßt ihn machtlos gegen die entstehende» Leidenschaften. NachVollendung seiner juristischen Studien nach Arras zurückgekehrt,wird er von der Liebe zu den Frauen beherrscht; trotz des Ti-tels unbestechlich, mit dem man ihn schmückte, werden wirsehen, wie ihn diese Liebe sein ganzes Leben hindurch beherrschte.Mit der Fleischesliebe verbindet sich bei ihm, wie bei allenSchriftgelehrten des heidnischen Alterthums, die Anbetung desStolzes. Robespierre offenbart auch diesen neuen Cult inseinem ganzen öffentlichen Leben. Das Joch jedweder Autori-tät ist ihm lästig und ehe er Königsmörder, Triumvir undDictator wurde, zeigt er sich als fanatischer Republikaner undVolkstribun.

Als Abgeordneter zu den Generalstaaten leistet er denEid des Baüspielhauses und besteigt am 27. Juli die Tri-büne, um den Adel für die Verbrennung seiner Schlösserverantwortlich zu machen, neue Gewaltthaten über ihn Herab-zurufen und die Schuldigen zu rechtfertigen. Er sagt: „Diegegen die Verschwörer geübte Nachsicht ist ein Verrath amVolke." 2 ) Am 31. fügt er bei: „Ich reclamire in ihrer gan-zen Strenge die Gesetze, welche die verdächtigen Men-schen exemplarischen Urtheilen unterwerfen."^

Am 9. und 22. Februar über denselben Gegenstandsprechend und in seiner Tribunenrolle fortfahrend, verlangt er,man solle das gute Volk, welches Mord und Brandstiftung voneinem Ende Frankreichs bis zum anderen verbreitet, schonen.„Es ist nicht erlaubt," sagt er, „zu vergessen, daß sich dasVolk plötzlich von einem langwierigen Drucke erleichtert fühlt.

1) Conversationslex. Art. Robespierre. — 2) Monit. ebendas.3> Ders. ebendas.