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[2. Band.]
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Sulla, Octavius, Tiberius, Caligula, das Gesetz Porcia unddie ganze Colleggelehrsamkeit auftreten steht. ')

In den alten Republiken war das Volk bewaffnet; alsomuß es auch das französische Volk sein und wird es sein.Der Römer fordert die Errichtung der Nationalgarde und dieZulassung aller ansäßigen Bürger zu dieser Volksmiliz. So-dann erklärt er den Zweck dieser Institution mit folgendenWorten: „Ist sie," sagt er, „eingeführt, um die äußeren Feindeabzuwehren? Nein; hierfür habt ihr eine furchtbare Armee.Allein allenthalben, wo eine ansehnliche Militärmacht ohne Ge-gengewicht besteht, ist das Volk nicht frei. Welches istnun dieses Gegengewicht? Die Ratio nalgarden.Nach diesem Principe muß die Nationalgarde dergestalt orga-nistrt werden, daß die Exekutivgewalt von der ihranvertrauten ungeheueren Macht keinen Mißbrauchmachen kan n."

Nach diesem Feldzuge zu Gunsten des Volkes fordertRobespierre von seinen Wählern die Ehren des Triumphes,die er so wohl verdient hat. „Er meldet einer seinerehemaligen Geliebten seine demnächstige Rückkehr nachArras und vertraut ihr insgeheim den Wunsch an, im Triumpheempfangen zu werden. Dieser Triumph fand in der That inden ersten Tagen des October des Jahres 1794 statt. DerFestzug, welcher dem Römer entgegenkam, bestand aus einerSchaar von Greisen, mit Bürgerkränzen geschmückt, aus einemEhore weißgekleideter Frauen und einer Schaar von Kindern,beauftragt, Blumen zu streuen. Die Nationalgarde stand un-ter den Waffen und die Stadt war festlich beleuchtet."

So sehr Robespierre das Volk preist, so sehr erniedrigter den König und verabscheut das Königthum. „Wie," sagtein Staatsmann unserer Zeit, „hätte es auch anders seinsollen? Hatte ja doch der wissenschaftliche Unterricht Robes-

1) Montt. ebendas. — 2) Monit. v. 27. April 1791.3) Desessarts, Leben Nobespierre's, B. I. S. 15.