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Reich, „weil,sagt der Redner, „nur Unterdrückung undDespotismus Avignon unter die päpstliche Herrschaft bringenkonnten." ')
In demselben Augenblicke decretirt die Revolution, umdie Souveränetät des Menschen über das Gaukelspiel von Re-ligion, welches sie provisorisch beizubehalten geruht, zusetzen, „daß der Messe für die Wahlen das Veni (lroutorvorausgehen und solche mit dem Domino, salvam kso xentom,salvam Iso lo^om, salvum kae re^om beschlossen werdenmüsse."
Dieses Provisorium soll aber nicht lange währen. DasChristenthum ist für Robespierre wie für diese ganze mit den-selben Ideen wie er aufgewachsene Generation die Religiondes Despotismus und des Aberglaubens. Sie vernichten heißtder Menschheit dienen. Robespierre ruft aus: „Von Clod-wig bis zum letzten der Capet hat in Frankreichdie Anarchie geherrscht."^)
Sohin ist es auch, wann er eine Religion gründen will,seine angelegentliche Sorge, zu erklären, daß er Gott, denGottesdienst und die Priester des Christenthums zurückweist;daß zwischen seiner und ihrer Religion keine Gemeinschaft be-steht und bestehen kann, daß das Ideal der religiösen Ord-nung in den unsterblichen Republiken des Alterthums zu suchenist. „Herrschsüchtige Priester!" ruft er aus, „wollet nicht er-warten, daß wir euer Reich wiederherzustellen uns bemühensollen. Ihr habt euch selbst getödtet, und so wenig wie in'sphysische kehrt man in das moralische Leben zurück. WelcheGemeinschaft besteht überdies zwischen den Priestern und Gott?Die Priester sind in der Moral, was die Quacksalber in derArzneikunde. (Donnernder Beifall.)
„Wie verschieden ist der Gott der Natur vondem Gotte der Priester! Durch die Entstellung des
1) Monit. ebendas. — 2) Monit. v. 16. Nov. 1790.3) Ders. v. 10. Mai 1793.