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religiöse Ordnung hervorzuziehen. Es bleibt noch die socialeOrdnung übrig. Robespierrc kommt ihretwegen nicht in Ver-legenheit. Die sociale Ordnung wird nach dem ihm im Geisteschwebenden Vorbilde der Vollkommenheit umgestaltet werden.Nun aber wissen wir aus den Papieren des 9. Thermi-dor, aus dem Zeugnisse Sonarts und anderer Geschichtschrei-ber, daß es der innerste Gedanke Robespicrre's war, die rö-mische Republik wieder aufzuwecken, aus Paris die Hauptstadtder modernen Welt, wie Rom die Hauptstadt der alten Weltwar, zu machen, das französische Reich in militärische Provin-zen einzutheilen und es durch Proconsuln zu regieren. ') EinTheil dieses Planes ward auch verwirklicht; der andere solltees werden, wenn Robespierre zur Dictatur, dem Ziele seinesganzen Ehrgeizes, dem Beweggründe aller seiner Grausam-keiten, gelangt sein würde.
Inzwischen wollen wir sehen, mit welcher außerordentlichenGeschicklichkeit er seine Herrschaft vorbereitet. Einerseits be-müht er sich, den öffentlichen Sinn für die Annahme seinergouvernementalen Theorien umzubilden, indem er die Jugendin den republikanischen Ideen Griechenlands und Roms er-zogen wissen will; mit nicht geringerer Hartnäckigkeit greift erandererseits alle seinem Triumphe entgegenstehenden Hindernissean, entfernt und schlägt der Reihe nach alle seine Nebenbuhlerzu Boden und schreitet, nach Saint-Just's Ausdruck, die FüßeinBlut und inThränen gebadet, nach demCapitol.
Was die Erziehung betrifft, so kommt er oftmals auf siezurück. Am 13. Juli 1793 verliest er im Convente den vondem Königsmörder Lepelletier von Saint-Fargeau hinterlasse-nen Erziehungsplan und vertheidigt ihn warm als ein Meister-werk, welches die Hand der Menschheit entworfen zu habenscheine. Nun ist aber dieser Plan wie jener Saint-Just's,nichts Anderes als ein Abdruck jener des Lykurg und desPlato. „Alle Kinder gehören der Republik an. Alle Kinder
sehe die Beweise hierfür im dritten Theil.