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[2. Band.]
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nach langem Suchen findet man einen jungen Mann, derfrüher Soldat gewesen, mit Namen Courlet-Vermantois, denSohn eines Rathes zu Dijon. Man stellt ihm die Anklage-acte zu; er betheuert, daß er niemals Etwas mit einem Ka-nonikate zu thun gehabt habe. Vergebens, er wird vor dasTribunal geführt und hingerichtet." ')

Die heidnische Gleichgültigkeit für das Leben der Men-schen erinnert stark an die Grausamkeit des Octavius, der dieGefangenen von Perusa ohne Unterschied niedermetzeln ließ,ohne sie zuvor anhören zu wollen. Noch mehr, sie ist nur diewörtliche Erfüllung des von einem Triumvir gegebenen Be-fehles. Eines Tages erhebt der Maire von Straßburg, Monet,bei Saint-Just, der noch zu Bette lag, zu Gunsten mehrerervon ihm beschützten Gefangenen einige Reclamationen. Saint-Just stützt sich auf den Ellenbogen, schaut seinen Schüler mitKälte an und spricht: „In Betreff einiger Individuen magstdu Recht haben, allein es ist große Gefahr vorhanden undwir wissen nicht, wo wir dreinschlagen sollen. Nun wohl, einBlinder, der eine Stecknadel in einem Hügel vonStaub sucht, trägt den ganzen Hügel ab."?)

Um schneller zu Ende zu kommen, sagte Collot d'Herbois,der lange Zeit der Trabant Robespierre's war: „Man mußPulverfässer in die Gefängnisse bringen und da-neben einen immerfort brennenden Lunten!"'')

Seinem Vorschlag ward zwar keine Folge gegeben, gewißaber ist, daß die vorgebliche Verschwörung der Gefangenen imLuxembourg nur eine Fabel war, zu dem Zwecke erfunden, umganze Oefen voll («los kourneos oirtisros) zur Guillo-tine zu schicken. Es ist gleichfalls erwiesen, daß die Trium-virn den Anschlag gemacht hatten, und zwar in Ueberein-stimmung mit der Pariser Commune, an einem Tage des Auf-standes, den man leicht würde hervorgerufen haben und dessen

t) Gefängniß Port-Libre.— 2) Studien über dieRev.,B.II-S.66.3) Bericht des Courtois, u. s. w. B. I. S. 293.