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[2. Band.]
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Ausbruch wahrscheinlich für die Nacht vorn 9. auf den 10. Ther-midor festgesetzt war, sich sämmtlicher Gefangenen zu entledigen.Man hatte zu diesem Zwecke alle Angestellten der Gefängnissegewechselt und diese Stellen mit vollkommen willfährigen Werk-zeugen des Verbrechens besetzt.') „Beim Herannahen des9. Thermidor," schreibt ein Gefangener des Port-Libre, „ge-wannen wir die Gewißheit, daß wir ohne den Fall Robes-pierre's sämmtlich niedergemetzelt werden würden."

„Deßhalb," fährt ein Gefangener der Madelonettesweiter fort, „nahm man uns zwei Tage vor dem 9. ThermidorAlles bis auf die Lichtscheuen hinweg. Man wollte nicht, daßdie Gefangenen eigene Hand an ihr Leben legten, allein manwollte ihnen auch das geringste Werkzeug rauben, um sich gegendie, welche den Auftrag hatten, sie hinznliefern, zur Wehre zusetzen. Deßhalb legte man unter dem Vorgeben, heimlicheGemächer einzurichten, breite Gräben in den Gärten und ausden Rasenplätzen aller Gefängnisse an. Ohne allen Zweifelgedachte man, in diesen Gräben die Todten einzuscharren unddie erwürgten Schlachtopfer auf diese Weise den Augen desVolkes zu entziehen."

Und weil die Revolution auf einen Fetzen Papier, genanntDeclaration der Menschenrechte die Worte Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit geschrieben hat, werden gewisseLeute fortwährend und immer glauben, sie habe ein heiligesGefühl für die Menschenwürde gehegt und die Aera der Frei-heit, Gleichheit und Brüderlichkeit eingeweiht.

1) Gefängnisse n. s. w. B. I. S. 18. 2) Ebendas. S. 132.

3) Ebendas. B. I. S. 200, 214 u. s. w.