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[2. Band.]
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Fünfzehntes Kapitel.

Herrschaft der Triumvirn.

(Fortsetzung.)

Sie ist die Wiederherstellung der Herrschaft der römischenTriumvirn in veredelter Form — Niouffe: Notizen, Memoiren —Andere Zeugen — Einzelne Vorfälle in der Conciergerie, imLuxembourg, im Port Libre, zu Lazare, Picpus, Talaru, in derAbtei, im Plessis — Urtheil über die Triumvirn.

Sallust erzählt uns, Octavius habe Gefallen daran ge-funden, die Gefangenen vor seinen Augen sich gegenseitig hin-würgen zu lassen, allein die Geschichte berichtet nicht, daß er sieeinzeln in dunkele Kerker geworfen, und daß er ihnen Speisen,die man kaum den Hunden bieten würde, gerade in solchemMaße habe vorsetzen lassen, um sie am Verhungern zu hindern,noch auch, daß er sie zu jahrelangen Seelenqualen, die nochtausendmal grausamer waren als der Tod, verurtheilt habe.Was die antiken Triumvirn unausgeführt ließen, verwirklichtendie modernen, so zwar, daß nach dem Ausdrucke eines Ge-schichtschreibers das Triumvirat von 1794 eine neue illu-strirte Ausgabe des Triumvirats des alten Roms gewesenist. Das Recht des Anspruches auf Glaubwürdigkeit bei demBerichte von Ungeheuerlichkeiten, wie solche in der Geschichteder christlichen Völker nirgends gefunden werden, gehört nurden Augenzeugen und den Schlachtopfern. Nachdem wir denHauptberichterstatter genannt haben, lassen wir Beide reden.

Im Monat Oktober 1793 verhafteten die Agenten Robes-pierre's zu Bordeaux einen jungen Franzosen, einen Spanierund den Repräsentanten des Vaters DuchLtel. Alle drei wur-den unter Begleitung zweier Gendarmen nach Paris gebracht.Zu Agen ließ Einer der Gendarmen, ein vormaliger Koch,