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Gefängnissen. Von denen in der Conciergerie zeichnete sich einedurch ihre Größe, Kraft und Intelligenz aus; dieser Cerberusführte den Namen Ravage. Er besorgte während der Nachtdie Bewachung des Hofes und des Rasenplatzes.
„Es war den Gefangenen gelungen, zum Zwecke ihrerEntwcichung ein Loch, auf Rothwälsch Husar genannt, zugraben. Nichts stand der Ausführung ihres Vorhabens imWege; nur die Wachsamkeit Ravage's und sein Gekläffe warihnen hinderlich. Ravage schwieg, aber in der Frühe desanderen Morgens bemerkte man, daß man ihm eine Assignatevon hundert Sons an seinen Schwanz gebunden hatte undein Billet, auf welchem die Worte geschrieben standen: MankannRavage durch eine Hundertsousassignate undeinen Pack Hammelsfüße bestechen. Ravage spazierteauf und ab und erregte durch diese Veröffentlichung seinerTreulosigkeit unsere Heiterkeit. Diese Demüthigung und einigeStunden Einsperrung waren, wie man uns sagte, seine ganzeZüchtigung." -)
„Aus dem Vorsaale der Conciergerie trat man durch offen-stehende weite Thüren in die Kerkerlöcher, welche man dieMäusefalle nannte; man hätte sie besser die Rattenfallenennen sollen. Ein Bürger mit Namen Beauregard, ein ebensoachtbarer als liebenswürdiger Mann, ward bei seinem Eintrittein eines dieser Löcher geworfen. Die Ratten zernagten anverschiedenen Stellen seine Beinkleider, ohne dem FleischeSchonung angedeihen zu lassen. Er mußte die ganze Nachthindurch das Gesicht mit beiden Händen bedecken, um nurseine Nase und seine Ohren zu retten."
In dem Bombec genannten Kerkerloche sah man lebendeLeichname auf Brettern, welche die Gestalt von Todtenbahrenhatten, hingestreckt. An jedem Morgen bemerkte man, wiemephitische Dunstwolken aus dem Gefängnisse hervorquollenund die Thüre umlagerten. Indem St. Vincent genannten
1) Gefängnisse, u. s.w., von der Conciergerie, S.20. — 2) Ebendas. S. 14.