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[2. Band.]
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— „Weil du es denn wissen willst, es ist...." — „Nun,heraus damit!" — „Es ist Montaigne." — „Ah, esist von der Montagne, nun, dann kannst du weiterlesen; ichwollte das nur wissen. Ein anderes Mal aber sei nicht soflegelhaft. Znm Teufel, ein Buch von der Montagne geschrieben!Bravo! Bravo!" ')

In allen Gefängnissen waren die Grausamkeit, der Dieb-stahl und die Niederträchtigkeit an der Tagesordnung.

„Zu Talaru schämte man sich nicht, uns zweiund-siebenzig Bohnen für dreißigSous zu verkaufen.Als ich in die Abtei kam, war ich krank und sah von Stundezu Stunde meiner Auflösung entgegen; ich konnte nicht essen.Der Schließer kam, mich zu besuchen. »Ah,« sagte er zu mir,»du hast dich noch nicht an die Gefängnisse gewöhnt. MeineLeute haben mir berichtet, du wolltest nicht essen. Ich habedem Comite davon Mittheilung gemacht und man hat mirerwiedert: Nun wohl, so muß man ihn verreckenlassen'.«" -)

„Im Plessis erhebt der Schließer von allen von seinenandern spitzbübischen Agenten gemachten Lieferungen den Zehnten.Wir zahlten siebenundzwanzig Livres für eine Enteund vier Flaschen Wein. Der Diebstahl hatte unsere Tyrannenbereichert. Man sah einen elenden Halt, einen subalternenGefängnißverwalter, in den üppigsten Alcoven, unter vergol-detem Getäfel der Ruhe Pflegen, seinen Fuß auf türkischeTeppiche setzen, auf chinesischen Seidenstoffen sich wiegen undseine tölpische Figur vor den schönsten Spiegeln sich Prä-sentiren.

„Schließer, Verwalter, Jnspectoren, Gefängnißagenten,fast stets betrunken, mißbrauchten die schönsten Frauen, welchesich dem Tode entziehen wollten und später dennoch hinge-schlachtet wurden..... In den Zeitungen war die Rubrik

1) Gefängnisse u. s. w., Picvus, S. 161.

2) Gefängniß Talaru, S. 94. Abtei, S. 8.