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So viel ist gewiß und verleiht diesen Angaben einigeGlaubwürdigkeit, daß man den Sansculotten Grammontaus dem Schädel eines seiner Opfer hat trinken sehen;Megären tranken das Blut und verzehrten das noch zuckendeHerz der am zehnten August ermordete» Schweizer; in derAbtei zwangen Kannibalen die Fräulein von Sombreuil,ein mit Blut gefülltes Glas zu leeren, um ihren Vaterdem Tode zu entreißen. Noch mehr, der Moniteur vom22. August 1795 berichtet: „Der Generaladjutant Boulandgab den Soldaten zwanzig Livres für ein Paar Menschen-ohren, die er zu seinem Vergnügen in seinem Zimmer an-nagelte. Dies ist so gewiß, daß Bouland einem Deputirteneine Anweisung zur Auszahlung von achthundert Livres fürachtzig Ohren einhändigte. Dieses Schriftstück befand sich inden Händen Laignelots. Ein College Bouland's, Thurreau,machte sich ein Vergnügen daraus, kleine Kinder auf Bajon-nette zu spießen." *)
Der Oekonomist Roland, Minister des Konvents, gab denFamilien den Rath, die Leichen ihrer todten Verwandten zudestilliren, um Oel daraus zu gewinnen.
In seiner philosophischen Bibliothek hatte derRevolutionär Brissot sehr ernst die Gründe entwickelt, welcheihm zufolge die Errichtung von Menschenschlächtereienrechtfertigten. Brissot geht von dem den klassischen Dichternentnommenen Princip aus, daß der Naturzustand das goldeneZeitalter und der Mensch als Waldbewohner der Typus derMenschheit ist; daraus folgert er, daß, da der Mensch derNatur, der Wilde, gerne Menschenfleisch esse, die Enthaltungvon demselben ein Vorurtheil, dieses Vorurtheil aber demMenschen nachtheilig sei, da es ihn seiner besten Nahrungberaube. Hören wir aber Brissot selbst: „Wenn das Schaf,"
1) Monit. Ebendas.
2) Msmoire für die Geschichte der Stadt Lyon während der Nevwlution, B. I. S. 58, 59.