224
möglich in Anklagezustand zu versetzen und die leeren Räumein den Gefängnissen wiederum zu füllen." ')
In einem aus derselben Stadt vom 21. Ventose desJahres II datirten und von Fouche contrasignirten Briefeschreiben die Proconsuln an die Triumvirn: „Bei dem gesternstattgehabten Feste sahen wir das Volk Allem, was einen Cha-rakter der Strenge trug, Allem, was starke, schreckliche oderrührende Gedanken hervorrufen konnte, Beifall klatschen. DasBild, das die Revolutionscommission, gefolgt von zweiVollstreckern der nationalen Gerechtigkeit und inder Hand das Todesbeil tragend, bot, hat dielauten Gefühle der Anerkennung und Dankbar-keit geweckt."
Achard, aus derselben Stadt: „Tagtäglich fallen Köpfe.WelcheWonne würdest du empfunden haben, wenndu vorgestern die an 209 Bösewichten geübte na-tionale Gerechtigkeit hättest sehen können!Welcher Mörtel für die Republik! Schon mehrals fünfhundert Köpfe sind gefallen; noch zwei-mal so viele werden an die Reihe kommen undalsdann: iru!"
Derselbe: „Wenn das Schiff der Republik gerettet wer-den soll, kein Erbarmen! Blut! Blut!"
Derselbe: „Noch ein Komplott entdeckt. Wie groß istdoch die Wuth aller dieser Sumpskröten, gegen alle gesundeVernunft noch sortquaken und im Schlamme der Moräste sichwälzen zu wollen, bis am Ende die Dame Guillotinesich gezwungen sieht, dieEinen nach den Anderenin ihre heilsame Umarmung zu schließen!"
„Das Tribunal schreitet auf seiner Bahn rasch voran.Gestern haben siebzehn ihreKöpfe auf dasKatzen-
1) Dieser und die folgenden Briefe finden sich in den bei Nobespierrehinweggenommenen und auf Befehl des Conventes veröffentlichtenPapieren. Siehe den Bericht des Courtois, 3. Band.