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[2. Band.]
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zum Tode geblieben waren? Sie besangen die fleischlicheLiebe, hielten Orgien, stndirten die heidnischen Schriftsteller,bereiteten Gift, mordeten sich selbst und schickten sich — sie,die doch Christen waren — vor Gott zu erscheinen an, nichtdurch Meditationen über das Evangelium, nicht durch dieNachahmung Jesu Christi, sondern durch die Anrufung desBrutus und die Lectüre der Werke Plato's.

Betreten wir die Conciergerie. Da treffen wir zuerstMontjourdain, der im Augenblicke, da man ihn zum Schaffoteabholt, noch einige Verse an seine Gattin dichtet, nicht um siezur Resignation und zum Gebete zu ermähnen, sondern um sieaufzufordern, sich dem Vergnügen hinzugeben, indem er seinBedauern darüber ausspricht, daß er es nicht mehr selbst ge-nießen kann:

8! clix »N8 s'a! lait ton bonlreur,

Oarcke äs brmer inon onvrags;

Donns un momsnt ä la clouleur,

Oormaore au plaiüir ton ksl

äs vais vov8 Knitter pvnr zsmais'

^.äieu pl»i8irs, zoxsu8s vie,

?rop»8 libertin« et vin8 lrm8,tzu'avse quet^ns peine j'oublie. ')

Zu Port-Libre besingen Coittant, Laval-Montmorency,Vigee, der Advocat Lamalle und der Bürger C. T. ihre Lange-weile in Liebesbriefen, die sie an gefangene Damenschreiben.

1) Gefängnisse u. s. w., Conciergerie, S. 41. — „War ich zehn Jahrelang dein Glück, so vernichte nicht mein Werk. Schenk' einen Augen-blick dem Schmerz und weih' der Wonne deine Blüthenzeit.... Aufimmer soll ich dich verlassen, lebt wohl ihr Freuden, lustig' Leben,lebt wohl, Gelage, frische Weine, nur mit Mühe kann ich euchvergessen."