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lenken, sagt er: „Ich enthielt mich fast jeder Nahrung, nichtals ob ich fest entschlossen gewesen sei, zu sterben, sondern ichfand in der Abnahme meines Blutes eine Geduld, eine Er-gebung, die mir Seneca und selbst Epiktet mit allen ihrenLehren nicht zu geben vermochten." ') Endlich beginnt er,den Plato zu übersetzen. Du armer junger Mann, du arm-selige Erziehung, du bedauernswerthe Gesellschaft!
In der For§e bereitet sich Achilles DuchLtelet durch dieErlernung des Griechischen auf den Tod vor und derOratorianer Daunou nährt sich nur mit klassischer Lectüre.„Stets fand man ihn," sagt Champagneux, „mit TacituS,Cicero oder einem anderen antiken Autor in der Hand." ?)
Pichegru war entweder ein Mann Plutarch's oder esgab niemals einen solchen. Am Tage seiner Verhaftung fandman unter seinem Kopfkissen einen Thucydides und, alser in das Gefängniß trat, bezeugte er den Wunsch, Senecazu lese».
Dank diesen klassischen Reminiscenzen, die ihnen als Trost,Beichte, Reue und Sterbegebete dienen, hüllen sie sich in denMantel des Anaxagoras und erwarten das Schaffet, wie dieserPhilosoph den Tod erwartete.
Während die Einen ihren höchsten Trost in den Dichternsuchen, suchen die Andern, ihrer Erziehung ebenso getreu, Muthfür sich und Lehren für ihre Familien bei den großen Män-nern des Alterthums. Zum Tode verurtheilt, schreibt Phe-lippeaux an seine Gattin: „Wenn das Vaterland einesreinen und willigen Schlachtopfers bedarf, so empfinde ich einengewissen Stolz, ihm als solches zu dienen. Ich will glauben,daß du von denselben erhabenen Ideen durchdrungen seinwirst. Porcia und Coruelia müssen deine Vorbil-
t) Riouffe, Denkwürdigkeiten, S. 46.
2) Ders. ebendas. B. II. S. 387.
3) Charles Nodier, Erinnerungen an Pichegr», S. 217 — 223.
4) Gefängnisse u. s. ,w., du PlessiS, S. 33.