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[2. Band.]
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sondern selbst Köche, um denselben zuzubereiten, in unsererMitte finden können." ')

Welches Datum trägt denn diese ungeheuere Sklaven-Correspondenz, wie fle Courtois nennt? Die Aera derFreiheit. Von wem ist sie unterzeichnet? Ausschließlich vonBrutusmännern, von Publicolas, Gracchus und Themistoklesdes Collegs. Dahin also führte diese stolze Liebe zur Unab-hängigkeit, dieser hochmüthige Haß gegen die Tyrannei, allediese prunkvollen Betheuerungen, frei leben oder sterben zuwollen. Man suche in dem so verachteten Mittelalter, welchesdie Renaissance, ihre Bewunderer, ihre Pädagogen und ihreSchüler so oft die Zeit der Barbarei, der Sklaverei und derErniedrigung der menschlichen Gattung nannten: wo werdetihr das Beispiel einer solchen Verworfenheit finden? „DieMenschheit ist in Zeit eines Jahres in Frankreich tiefer, alsin der Türkei seit hundert Jahren erniedrigt worden."

Um einer ähnlichen Erniedrigung zu begegnen, müssenwir zu jenem antiken Rom zurückgehen, welches selbst in denTagen des republikanische» Glanzes mit Knechten so bevölkertwar, daß Jugurtha, als er es verließ, in Wahrheit sagenkonnte: „Feile Stadt, du wirst ohne Widerstand zu Grundegehen an dem Tage, da du einen Käufer findest: Ilrbomvenalom ot maturs poritursm si oniptorsrn irivsnerlt."Auf diese Weise wird es mit verderbten Völkern, soweit sieauch in der Gesittung und in der Kenntniß des Griechischenund Lateinischen vorangeschritten sein mögen, immer gehen.Nicht das Studium des schönen Alterthums, der Glaubenverleiht dem Menschen die Würde; diesen aber hatten dieCollegstudien der revolutionären Generation nicht gegeben, sowenig sie ihn der gegenwärtigen Generation verleihen werden.

1) Malerische Geschichte des Convents, B. IV. S. 14.

2) Riouffe, Denkwürdigkeiten S. 36.

3) Sallust, Jugurtha.